Selenskyj: Mindestens elf Tote bei russischen Angriffen

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07.10.2026 10.22Online seit heute, 10.22 UhrBei einem der laut ukrainischen Angaben schwersten russischen Luftangriffe seit Beginn des Krieges sind in der Ukraine heute laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens elf Menschen getötet worden. Russland habe das Land mit rund 70 Raketen sowie zahlreichen Drohnen beschossen und dabei gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier genommen.„Die Russen wollten schmerzhaft und demonstrativ zuschlagen“, erklärte Selenskyj auf Telegram. Ballistische Raketen seien weiterhin die größte Bedrohung, weshalb weitere Luftabwehrsysteme für die Ukraine lebensnotwendig seien.Angriffe im ganzen LandNach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte feuerte Russland insgesamt 130 Drohnen, 48 Marschflugkörper sowie ballistische Raketen ab. Die Luftabwehr habe 161 Flugkörper abgefangen. Die Angriffe konzentrierten sich auf die Hauptstadt Kiew, Poltawa im Zentrum des Landes, Dnipropetrowsk im Südosten und Charkiw im Nordosten.Eine Rakete schlug in Pryluki im nördlichen Gebiet Tschernihiw in ein fünfstöckiges Wohngebäude ein. Dabei wurden örtlichen Behörden zufolge mindestens vier Menschen getötet und 20 Personen verletzt.In Kiew kamen zwei Menschen ums Leben, in der Region Poltawa gab es zwei Todesopfer. Industrieanlagen in Dnipro und die Verkehrsinfrastruktur in Saporischschja wurden zudem beschädigt.Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten einen „starken Schlag“ gegen Rüstungsbetriebe in Kiew und anderen Regionen durchgeführt. Ziel seien unter anderem Standorte des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point gewesen, das Marschflugkörper vom Typ Flamingo sowie Drohnen herstellt.Ukrainische Angriffe in RusslandSelenskyj hatte in der vergangenen Woche in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, die Ukraine habe erstmals eine im Inland hergestellte ballistische Rakete von Fire Point im Kampf eingesetzt. Er erwarte, dass das Unternehmen bis zum Herbst eine FP-9-Rakete mit größerer Reichweite fertigstelle, die auch Moskau erreichen könne.Die Ukraine griff ihrerseits wieder Ziele tief in Russland an. Zwei russische Ölanlagen und ein Truppenübungsplatz in den Regionen Perm, Samara und Astrachan seien attackiert worden, teilte Selenskyj auf Telegram mit. „Das sind gerechtfertigte Antworten der Ukraine auf alle russischen Angriffe auf unsere Bevölkerung“, erklärte er.