Überschwemmungen und Erdrutsche in Süditalien

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10.10.2026 11.03Online seit heute, 11.03 UhrHeftige Unwetter haben den Süden Italiens heute erneut getroffen. In Sizilien, großen Teilen Kalabriens sowie in Gebieten Kampaniens und Apuliens gilt die zweithöchste Warnstufe Orange. Starkregen führte zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Verkehrsbehinderungen. In Melito di Porto Salvo in Kalabrien wurden Straßen von Schlamm und Geröll bedeckt.Bürgermeister: Fahrzeuge bis ins Meer gespültBesonders schwer betroffen ist die Gemeinde Melito di Porto Salvo in Kalabrien. Der Ort sei stark betroffen, sagte Bürgermeister Tito Nastasi gegenüber Medien. In der Nacht habe eine regelrechte Sturzflut die Gemeinde getroffen. Fahrzeuge seien bis ins Meer gespült worden, zudem seien Mauern eingestürzt. Straßen seien teilweise nicht mehr passierbar.Auch die Region Kampanien war von den Unwettern betroffen. Aus Neapel, Pozzuoli und Giugliano wurden Überschwemmungen, Erdrutsche, umgestürzte Bäume und Stromausfälle gemeldet. Auf der Insel Lipari vor Sizilien verursachte ein nächtliches Gewitter erhebliche Schäden.Dutzende Wohnungen wurden dort überflutet, Autos blieben im Schlamm stecken. Am Hafen von Sottomonastero wurden Fahrzeuge im überfluteten Bereich eingeschlossen.Zahlreiche Schäden gemeldetBereits gestern hatten Tornados den Westen Siziliens getroffen. Besonders belastet waren Marsala sowie die benachbarten Orte Petrosino und Mazara del Vallo. Fahrzeuge wurden umgeworfen, Gebäude beschädigt und ein Wohnhaus zerstört.Zwei Menschen wurden schwer verletzt, nachdem sie während des Tornados mit ihrem Auto unterwegs gewesen waren. An einer Schule in Marsala wurden Fenster zerstört und Teile einer Decke beschädigt. Auch Strommasten stürzten um.Sondermittel angekündigtDer Leiter des sizilianischen Zivilschutzes, Salvatore Cocina, sprach von einem nahezu beispiellosen Ereignis für die Mittelmeer-Insel. Die Stärke des Wirbelsturms sei mit einem Tornado vergleichbar gewesen, wie man ihn aus den USA kenne.Cocina verwies zudem auf den Zusammenhang zwischen der Klimakrise und der zunehmenden Bedeutung extremer Wetterereignisse. Siziliens Regionalpräsident Renato Schifani kündigte Sondermittel zur Bewältigung der Schäden an.