10.10.2026 13.30Online seit heute, 13.30 UhrIm Ringen um das EU-Budget 2028 – 2034 liegt ein neuer Verhandlungsvorschlag auf dem Tisch. Ein heute in Brüssel präsentiertes Konzept der aktuellen irischen EU-Ratspräsidentschaft sieht vor, das nächste mehrjährige Budget gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission um rund 159 Milliarden Euro zu kürzen.Statt knapp 1,985 Billionen Euro soll der Finanzrahmen für 2028 bis 2034 etwa 1,826 Billionen Euro umfassen. Beide Summen sind in laufenden Preisen gerechnet, berücksichtigen also die erwartete Inflation während des siebenjährigen Finanzzeitraums.Kürzungen bei Forschung vorgesehenBesonders starke Kürzungen sieht der Vorschlag in jenen Bereichen vor, mit denen die EU-Kommission künftig eigentlich mehr Geld für Wettbewerbsfähigkeit, Forschung, Verteidigung sowie Außen- und Entwicklungspolitik ausgeben wollte.Die traditionellen großen Haushaltsposten Agrar- und Kohäsionspolitik würden dagegen weitgehend geschont. Mit der Kohäsionspolitik sollen wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen Europas verringert werden. Sie kommt vor allem ärmeren EU-Staaten zugute.Einigung bis Jahresende zweifelhaftEine Einigung soll eigentlich bis Ende des Jahres erzielt werden. Ob das neue Konzept einen schnellen Durchbruch in den Verhandlungen ermöglicht, ist allerdings zweifelhaft.Österreich und andere Nettozahlerländer hatten von der irischen Ratspräsidentschaft eine Kürzung des Budgetentwurfs um mehrere Hundert Milliarden Euro gefordert. Die zuständige Europaministerin Claudia Bauer lehnte den irischen Vorschlag in einer ersten Reaktion ab.