08.10.2026 06.36Online seit heute, 6.36 UhrEU-Gelder sind auch im Jahr 2025 in erheblichem Umfang nicht vorschriftsgemäß ausgegeben worden. Der Europäische Rechnungshof kommt in einem neuen, gestern veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass im vergangenen Budgetjahr geschätzt 3,8 Prozent der Ausgaben fehlerhaft waren.Bei Gesamtausgaben in Höhe von rund 176,3 Milliarden Euro entspricht das einer Summe von rund 6,7 Milliarden Euro, bei denen gegen EU-Vorschriften verstoßen wurde. Zu den häufigsten Problemen zählten demnach Verstöße gegen die Vorschriften für die Vergabe öffentlicher Aufträge sowie die Finanzierung nicht förderfähiger Projekte oder Ausgaben.Im Vorjahr hatte die Quote mit 3,6 Prozent etwas niedriger gelegen. 2023 bezifferten die EU-Prüfer sie mit 5,6 Prozent auf dem höchsten Stand seit Jahren. Ab einer Schwelle von zwei Prozent gelten vorschriftswidrige Ausgaben als „wesentlich“.Prüfer sehen auch Folgen für künftigen EU-EtatDie Prüfer nahmen besonders vorschriftswidrige Auszahlungen aus dem rund 650 Milliarden Euro umfassenden CoV-Aufbaufonds in den Blick. Um die Hilfen zu erhalten, müssen Mitgliedsländer einen Plan mit konkreten Investitions- und Reformvorhaben vorlegen.Der Rechnungshof warnte ferner vor den Folgen der zunehmenden Verschuldung der EU, die bis 2027 auf bis zu einer Billion Euro steigen könnten – rund zehnmal so viel wie vor Start des CoV-Aufbaufonds 2020.