10.10.2026 15.28Online seit heute, 15.28 UhrPapst Leo XIV. hat die Todesstrafe als unzulässig bezeichnet. Sie verletze die Unantastbarkeit und Würde des Menschen, schrieb das Kirchenoberhaupt am Samstag anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe auf der Plattform X.„Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Genüge getan werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen“, so der Papst.Es seien wirksame Haftsysteme entwickelt worden, die die Bürgerinnen und Bürger schützten und den Verurteilten zugleich die Möglichkeit zur Umkehr nicht vollständig nähmen. Seine Botschaft versah Leo XIV. mit dem Hashtag „#NoDeathPenalty“.Die römisch-katholische Kirche stellt sich schon seit Längerem gegen die Todesstrafe, unter anderem ist die Ablehnung in dem federführend vom früheren Wiener Erzbischof Christoph Schönborn ausgearbeiteten Katechismus festgelegt.In den USA, dem Heimatland von Leo XIV., wird seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung der Todeskandidatin Christa Pike wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Für Aufsehen sorgte zudem die Ankündigung von Pentagon-Chef Pete Hegseth, die für Dezember geplante Hinrichtung eines wegen eines Anschlags auf einem Armeestützpunkt zum Tode verurteilten Ex-Armeepsychiaters per Livestream übertragen zu wollen.