09.10.2026 13.53Online seit heute, 13.53 UhrEin Jahr nach der Verkündung eines Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen fordern österreichische NGOs die Bundesregierung angesichts einer weiterhin dramatischen humanitären Situation vor Ort zu Handlungen auf, die Israel zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts bewegen.Etwa 30 Vertreterinnen und Vertreter von Ärzte ohne Grenzen und der Caritas demonstrierten deshalb heute vor dem Außenamt am Minoritenplatz in der Wiener Innenstadt.„Das ist kein Waffenstillstand“Ein Waffenstillstand, der täglich gebrochen werde, verdiene seinen Namen nicht, sagte Caritas Österreich-Vizepräsident Alexander Bodmann mit Verweis auf UNO-Angaben, wonach seit Oktober 2025 1.123 Menschen im Gazastreifen getötet und 3.616 verletzt wurden.„Das ist kein Waffenstillstand, sondern Krieg gegen die Zivilbevölkerung, die unter katastrophalen humanitären Zuständen leiden“, sagte er.Seine Erlebnisse als Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen in den besetzten palästinensischen Gebieten zu Jahresbeginn 2026 lassen ihn nicht mehr los, sagte Marcus Bachmann, humanitärer Berater der NGO. Damals hätten die israelischen Behörden Ärzte ohne Grenzen und Dutzenden weiteren Hilfsorganisationen die Registrierung entzogen.Appell an Meinl-ReisingerBachmann beschrieb eine dramatische humanitäre Situation. Diese Entwicklungen seien dabei nicht unmittelbare Kriegsfolgen, sondern das Ergebnis einer Politik, die Menschen systematisch von der Versorgung abschneide.„Österreich darf dieses Vorgehen der israelischen Führung nicht länger tolerieren. Wir fordern Außenministerin Beate Meinl-Reisinger auf, Konsequenzen zu ziehen“, sagte Bachmann. Ähnliche Forderungen kamen am Freitag auch von der Diakonie Österreich. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.