Kampf gegen Kinderarmut ist Mehrheit ein Anliegen

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09.10.2026 12.44Online seit heute, 12.44 UhrEine deutliche Mehrheit der Bevölkerung steht weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut positiv gegenüber. Nach dem heute präsentierten Sozialbarometer der Volkshilfe sprechen sich rund drei Viertel der 1.000 vom Foresight-Institut Befragten dafür aus, Kinderarmut bis 2030 mittels einer Kindergrundsicherung zu halbieren.Noch deutlicher fällt die Zustimmung zur Einführung einer Millionärssteuer zur Gegenfinanzierung sozialstaatlicher Förderungen aus.Für „sehr“ oder „ziemlich“ wichtig halten 76 Prozent das Ziel der Regierung, die Kinderarmut bis 2030 mit Hilfe einer automatisch ausbezahlten Kindergrundsicherung zu halbieren. Dass alle Kinder durch eine Kindergrundsicherung abgesichert werden sollten, da viele Anspruchsberechtigte die Sozialhilfe nicht beziehen würden, befürworteten 73 Prozent.Für Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger sind die Ergebnisse ein „klarer Auftrag, gegen Kinderarmut zu kämpfen“. Es handle sich dabei um „kein Randproblem“ und dürfe „nicht als individuelles Versagen“ von Eltern gesehen werden, seien doch 395.000 Kinder und Jugendliche in Österreich armuts- und ausgrenzungsgefährdet.Dass Familienleistungen bis 2027 nicht an die Teuerung angepasst werden, halten rund zwei Drittel für problematisch. „Hier spart die Republik am falschen Ort“, sagte Fenninger und forderte eine „sofortige Aufhebung der ausgesetzten Valorisierung“.