08.10.2026 09.18Online seit heute, 9.18 UhrIm U-Ausschuss zur Causa Christian Pilnacek wird derzeit der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer, befragt. Informationswege zwischen Landeskriminalamt Niederösterreich, Bundeskriminalamt und Innenministerium werden für die Abgeordneten von Interesse sein.Am Nachmittag folgt Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Die Abgeordneten interessieren sich insbesondere für den behördlichen Umgang mit dem Tod des ehemaligen Justizsektionschefs.Schulungen von AuskunftspersonenErst am Vortag stand Karners Kabinettschefin Rede und Antwort. Thema waren etwa die Schulungen des Innenministeriums für Auskunftspersonen, die Abgeordneten – abseits der ÖVP – hatten diese wiederholt kritisiert. Dem Minister sei es von Anfang an wichtig gewesen, dass es die bestmögliche Beratung gebe, gab sie an.Vor den Befragungen sprach FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker von einem „Umstand, den man sich genau anschauen muss“, dazu werde man Karner fragen. Holzer sei „in der Informationskette (nach dem Tod Pilnaceks, Anm.) sehr weit oben" gestanden.Hier sei die Frage, ob es im Zuge der Aufarbeitung Weisungen gegeben habe. Auch wolle man erfragen, wieso die Polizei kein Interesse an Pilnaceks Handy gehabt habe. Das Mobiltelefon war ja rasch an Pilnaceks Witwe übergeben worden.Grüne wollen „Fehlerkultur“ im Innenministerium beleuchtenIndes erwartet sich die ÖVP von den Befragungen Karners und Holzers „wenig Erkenntnisgewinn“, wie Fraktionschef Andreas Hanger sagte. Er sprach von einem „FPÖ-Verschwörungsausschuss oder FPÖ-Steuerverwendungsausschuss“.Die grüne Fraktionschefin Nina Tomaselli übte angesichts des WKStA-Berichts zu Pilnaceks Tätigkeit für ÖVP-Politiker Kritik an der ÖVP. „Die ÖVP würde alles wieder so machen.“ Karner wolle man angesichts der Causa Pilnacek zur „nicht vorhandenen Fehlerkultur“ befragen.SPÖ-Fraktionschef Jan Krainer will bei Karners Befragung über „die mit Steuergeld bezahlten Schulungsunterlagen“ sprechen, in denen der U-Ausschuss als „politisches Tribunal“ bezeichnet wird. „Das muss er abstellen und verurteilen.“ Hier erwarte er sich „klare Worte“.FPÖ: Kurz, Edtstadler werden geladenVon der FPÖ hieß es, dass Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die frühere Ministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) als Auskunftspersonen in den Ausschuss geladen werden sollen. Fixiert dürfte das wohl nach den heutigen Befragungen werden.