13.10.2026 10.58Online seit heute, 10.58 UhrDie Grundsatzentscheidung zum Impfen in Apotheken ist von Regierungsseite gefallen, doch noch immer laufen die Verhandlungen für den geplanten Start im Jänner 2027.Der Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) forderte heute bei einem Pressetermin in Wien, dass die gesetzlichen Grundlagen rasch geschaffen werden. Dieser Schritt würde einen niederschwelligen Zugang sicherstellen und nach internationalem Vorbild die Durchimpfungsraten anheben.In 19 europäischen Ländern dürfen Pharmazeuten bereits zur Spritze greifen, erklärte ÖVIH-Vizepräsidentin Nicole Zahradnicek. Die Erfolge, etwa bei Influenza, seien dort beeindruckend, da vor allem junge Berufstätige einfach erreicht werden können.In einem ersten Schritt wünscht man sich, dass man sich in den heimischen Apotheken gegen FSME schützen lassen kann. Dies sei umso dringender, da dort die Fallzahlen steigen und sich im Vorjahr nur mehr 28 Prozent der Bevölkerung im korrekten Impfschema befanden, 2011 waren dies noch 70 Prozent.„Wenn das Angebot steigt, nehmen auch die Impfraten zu“, betonte ÖVIH-Präsidentin Sigrid Haslinger. Entsprechende Lücken gäbe es auch bei HPV, die man mit Hilfe der Apotheken zu schließen hofft. Neben dieser und FSME käme in einem ersten Schritt eventuell auch Keuchhusten in Betracht.Die Regierung sei nun am Zug, zugleich betonte man von Seiten des Verbands, dass das Impfen durch die Pharmazeuten nur eine Ergänzung des bestehenden Angebots sei und nicht als Ersatz gedacht wäre.