23.05.2026 14.44Online seit heute, 14.44 UhrMit Sommer 2027 wird die Wiener Dompfarre neu besetzt und Anton Faber als Dompfarrer von St. Stephan in den Ruhestand gehen. Das hat der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl heute gegenüber dem Ö1-Mittagsjournal bestätigt.In der Seelsorge soll Faber auch nach Erreichen des Pensionsalters tätig bleiben, derzeit rede er mit Grünwidl intensiv „über die Zukunft“. In den vergangenen Tagen war bereits medial über eine vorzeitige Absetzung Fabers spekuliert worden.Faber wurde 1997 ernannt, mit 30 Jahren im Amt hat er laut Grünwidl „einen Rekord aufgestellt“. Zuletzt war er aber innerkirchlich vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden.Anfang der Woche hatte Faber im „Standard“ erklärt, er könne sich nun – entgegen seiner ursprünglichen Haltung – vorstellen, als Dompfarrer in Pension zu gehen. Das steht ihm mit Erreichen des 65. Geburtstags zu, wegen des Mangels an Geistlichen bleiben jedoch etliche Priester weit über dieses Alter hinaus Pfarrer in den katholischen Gemeinden.Faber betonte gegenüber dem ORF, er sehe seine Zukunft auch weiterhin im kirchlichen Dienst und wolle seine „vermittelnde Brückenfunktion zwischen Kirche, Glaube, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur“ fortsetzen. Als mögliche künftige Aufgabe nannte er etwa die Cityseelsorge.