30.05.2026 12.34Online seit heute, 12.34 UhrMit Appellen für mehr soziale Gerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Besteuerung von Superreichen haben die Grünen heute in Graz ihren Bundeskongress begangen.Unter dem Motto „Fairer statt schwerer“ arbeitete sich Bundessprecherin Leonore Gewessler in ihrer Rede an der „Weltuntergangssekte“ FPÖ, aber auch an der Bundesregierung ab. Vor allem die SPÖ bekam dabei ihr Fett ab. Die Grünen-Chefin ist seit einem Jahr im Amt, eine Wahl stand diesmal nicht an.Die roten Wahlversprechen bezüglich Vermögens- und Erbschaftssteuer seien „schneller als die Gletscher“ dahingeschmolzen, „so schnell geht das mit der Haltung“, kritisierte Gewessler die Sozialdemokraten unter Andreas Babler. Gewessler hielt der SPÖ auch vor, nach den kommenden Landtagswahlen offen für Koalitionen mit den Freiheitlichen zu sein. „Ich stehe heute hier, weil ich dieses Land nicht kampflos Herbert Kickl überlassen will.“„Nähe heißt Wärme“Gewessler verwies auf internationale Vorbilder, etwa Großbritannien, wo die Grünen gerade „das Schmelzwasser von Labour“ aufsammelten und sich gleichzeitig gegen die Rechtspolitik von Reform UK stellten.Gemeinsam habe man mit dieser Bewegung das Hinhören und Zuhören: „Wenn wir wollen, dass richtig viele Menschen mit uns warm werden, dann müssen wir uns zu ihnen hinbewegen“, appellierte die Grüne: „Weil Nähe heißt Wärme.“ Am Nachmittag standen daher drei kurze Reden von Bürgerinnen und Bürgern auf dem Programm des Bundeskongresses, diese hatten sich dafür bewerben können.Graz-Wahl im FokusZudem ging es um die Graz-Wahl, bei der sich die Grünen am 28. Juni das Erreichen von Platz zwei zum Ziel gesetzt haben. Die grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner begrüßte die Delegierten in einer Stadt, die in den vergangenen fünf Jahren grüner und lebendiger geworden sei. Gewessler pflichtete ihr bei: Einst habe sie erst in der Pension nach Graz zurückkehren wollen, „jetzt sprudelt einem das Leben entgegen“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.