30.05.2026 07.09Online seit heute, 7.09 UhrLange passierte nichts, nun soll der vor der dänischen Insel Anholt liegende Kadaver eines Buckelwals an Land gezogen werden. Die Untersuchung des Kadavers soll kommende Woche folgen.Der Kadaver treibt seit mehr als zwei Wochen vor der Urlaubsinsel im flachen Wasser. Einmal hatten die Dänen versucht, den von Fäulnisgasen aufgeblähten Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn dann in einen Hafen zu bringen. Der Versuch scheiterte, nun soll das Tier direkt am Strand untersucht werden.Es gehe vor allem darum, herauszufinden, woran es starb, sagte der Walforscher Peter Teglberg Madsen, der in Dänemark seit 25 Jahren Walobduktionen begleitet – „denn in der Diskussion ging es ja viel darum, ob der Wal gerettet werden konnte oder nicht“.Der Forscher nimmt derzeit an, dass das Tier von vornherein keine Chance hatte. „Das war ganz offensichtlich ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte, und man hätte es einfach in Frieden lassen sollen.“Der Wal hatte an der deutschen Ostseeküste immer wieder Flachwasserbereiche aufgesucht – weitergezogen war er mehrfach erst, nachdem sich Menschen genähert hatten. Schließlich lag er vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern. Gegen die Empfehlung deutscher Fachleute und Institutionen hatte das Landesumweltministerium geduldet, dass eine private Initiative das Tier abtransportiert und in der Nordsee freisetzt.