26.05.2026 06.48Online seit heute, 6.48 UhrBei schweren russischen Luftangriffen ist gstern Abend laut ukrainischen Behörden im Osten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden. 15 weitere wurden demnach verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit.Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen. In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben zwölf Personen verletzt. „Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Bub“, schrieb der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.Moskau: Flugkörper über Region LeningradRussland meldete in der Nacht auf heute den Abschuss von Flugkörpern über der Region Leningrad. Dies teilte der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mit. Weitere Details nannte er zunächst nicht.In der Region im Nordwesten Russlands liegt unter anderem die Millionenmetropole St. Petersburg. Außerdem befinden sich dort wichtige Hafenanlagen und Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien.EU-Vertretung will in Kiew bleibenUngeachtet heftiger russischer Drohungen mit systematischen Angriffen auf Kiew wollen sich die Ukraine und die Vertretung der Europäischen Union in Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies russische Aufforderungen zurück, ihr diplomatisches Personal aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen. Die EU-Vertretung werde in Kiew bleiben, betonte die Leiterin des dortigen EU-Büros, Katarina Mathernova.Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen. Die Führung in Moskau hatte am Montag Ausländer sowie Diplomaten aufgefordert, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen.