26.05.2026 17.07Online seit heute, 17.07 UhrNach einer Strafanzeige der deutschen Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes nimmt die Staatsanwaltschaft Potsdam Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen auf. Ein Anfangsverdacht zu häuslicher Gewalt habe sich bestätigt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam heute mit.Es gehe um mehrere Vorfälle aus den Jahren 2022 und 2023 in Spanien. Weitere Vorwürfe von Fernandes bezüglich digitaler Gewalt seien weiterhin Gegenstand der Prüfung. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Für den Schauspieler Ulmen gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.Die Staatsanwaltschaft sei mit der Anwältin von Fernandes in Kontakt und habe Unterlagen geprüft, welche von ihr übersandt worden seien, hieß es. Zur Art der Dokumente machte die Sprecherin keine Angaben. Fernandes und Ulmen hatten vor ihrem Umzug nach Mallorca in Potsdam gewohnt. Die Ermittlungsbehörde in der brandenburgischen Landeshauptstadt hatte daher Akten der Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein übernommen.Fernandes richtet seit einiger Zeit öffentlich Vorwürfe gegen Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Sie wirft ihm neben körperlichen Übergriffen auch vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben.Als Reaktion auf den „Spiegel“-Bericht, in dem auch Streitigkeiten des Paares in Spanien geschildert wurden, hatte Ulmens Anwalt Christian Schertz Ende März betont: „Es kam zu keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen unseres Mandanten.“ Vielmehr sei die Polizei in Spanien von beidseitigen Verfehlungen ausgegangen.Zudem hieß es, „unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet. Entsprechende Darstellungen sind falsch.“ Ob es sich bei den im „Spiegel“-Bericht erwähnten Vorfällen um dieselben handelt, zu denen nun in Potsdam ermittelt wird, ist nicht bekannt.Schertz teilte gegenüber ORF.at sowie der dpa mit, dass er für das laufende Ermittlungsverfahren in Bezug auf die Strafverteidigung nicht zuständig sei. Ulmens zuständiger Strafverteidiger reagierte auf Anfragen zu der Ermittlungsaufnahme in Potsdam zunächst nicht. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.