In den vergangenen Tagen haben sich vermehrt Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die im Mai plötzlich völlig "eingesponnene" Bäume und Sträucher in ihrer Umgebung entdecken. Die Sorge um mögliche Gesundheitsgefahren ist verständlich, aber in dem Fall unbegründet.Was steckt hinter den eingesponnenen Pflanzen?Es handelt sich um Traubenkirschen- oder Pfaffenhütchen-Gespinstmotten (Yponomeuta sp.).Futter: Die Raupen knabbern fast ausschließlich an Traubenkirschen und Pfaffenhütchen.Schutz: Sobald sie einen Futterbaum erreicht haben, umhüllen sie sich und den Baum mit einem leuchtend weißen, seidenartigen Gespinst (ein feines Netz aus Spinnfäden).Keine Gefahr für Mensch und TierUnbedenklich: Sowohl die Raupen als auch das Gespinst sind völlig harmlos.Kein Allergierisiko: Anders als die gefürchteten Eichenprozessionsspinner besitzen die Gespinstmotten Raupen keine abwehrenden Haare, die allergische Reaktionen auslösen könnten.Wie wirkt sich das auf die Pflanzen aus?Kurzfristiger Kahlfrass: Kleine Bäume und Sträucher können zunächst komplett kahl gefressen werden, bevor sich die Raupen verpuppen.Langfristige Regeneration: Da es sich um die ersten Frühjahrstriebe handelt, treiben die betroffenen Pflanzen in der Regel im Sommer wieder aus – das Gespinst verursacht also keinen dauerhaften Schaden.Unser Rat an die BevölkerungRuhe bewahren - Die Gespinstmotten sind harmlos.Nicht entfernen - Das Gespinst schützt die Raupen vor Fressfeinden und ist ein natürlicher Teil des Ökosystems.Beobachten und melden – Wer dennoch Bedenken hat, kann diese gern an das Umweltamt (Tel 09 61 / 81 - 31 08 oder umwelt@weiden.de) melden - wir stehen mit Rat zur Seite.