Studie: Höherer Strompreis ohne PV und Windkraft

Wait 5 sec.

27.05.2026 12.16Online seit heute, 12.16 UhrOhne den Ausbau von Photovoltaik (PV) und Windkraft wären die Strompreise in Österreich höher.Das Austrian Institute of Technology (AIT) errechnete in einer Studie für die Strombranche, dass jede zusätzliche Terawattstunde (TWh) den durchschnittlichen Großhandelsstrompreis in Österreich um rund zwei Euro pro Megawattstunde (MWh) dämpfe, sagte Studienautorin Tara Esterl heute in einer Pressekonferenz. Ein schnellerer Ausbau würde Österreich jährlich über 100 Millionen Euro sparen.2024 und 2025 wurden die Erneuerbaren nur um 1,85 TWh ausgebaut, obwohl im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) 2,6 TWh vorgesehen waren. Auf Basis des AIT-Modells hätten sich die Stromverbraucher 110 Millionen Euro erspart, hätte Österreich sein Ziel erfüllt. Die Berechnungen zeigen, dass Windräder die Preise fast doppelt so stark dämpfen wie Photovoltaikanlagen.Der Ausbau von Strom aus erneuerbaren Energiequellen mache Österreich und Europa weniger anfällig für Preisschocks bei Erdgas, weil durch den Ökostromausbau weniger Strom in Gaskraftwerken erzeugt werden muss, sagte Esterl.Der Präsident des Interessenverbands Oesterreichs Energie, Verbund-Chef Michael Strugl, drängte darauf, den Ausbau zu forcieren, denn Nichthandeln koste Geld, sagte er mit Blick auf die Studie. „Es ist nicht wirklich nobelpreisverdächtig, wenn wir sagen: Wenn ein Gut knapp ist und der Preis steigt, wäre es gut, das Angebot zu erhöhen, um den Preis zu dämpfen“, so der Vorstandschef von Österreichs größtem Stromkonzern und frühere ÖVP-Landespolitiker.Strugl drängt auf einen raschen Beschluss des ausständigen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG). Es sei ein „Treppenwitz“, dass das Parlament gerade bei einem Gesetz mit dem Namen „Beschleunigung“ am längsten brauche. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.