Venezuela: Machado will bei freien Wahlen kandidieren

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24.05.2026 09.53Online seit heute, 9.53 UhrVenezuelas Oppositionsführerin Maria Corina Machado will weiter Präsidentin des südamerikanischen Landes werden. Der „Übergang zur Demokratie“ in Venezuela müsse „durch eine freie und faire Präsidentschaftswahl“ erfolgen, „an der alle Venezolaner teilnehmen können“, sagte Machado gestern (Ortszeit) bei einem Besuch in Panama und fügte hinzu: „Ich werde kandidieren.“Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolas Maduro war im Jänner von amerikanischen Streitkräften gewaltsam außer Landes und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll. Seine ehemalige Stellvertreterin Delcy Rodriguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt.US-Präsident Donald Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Neuwahlen sind bisher nicht geplant. Machado bekräftigte dennoch ihr Vertrauen in die US-Regierung.„Wir vertrauen der Regierung der USA und danken Präsident Trump und Außenminister Marco Rubio für die erzielten Fortschritte“, sagte die Friedensnobelpreisträgerin, die Ende des vergangenen Jahres ihr Land verlassen hatte, um die Auszeichnung in Oslo entgegenzunehmen. Seitdem befindet sie sich im Exil. Sie will nach eigenen Angaben aber nach Venezuela zurückkehren.Das US-Militär hielt gestern unterdessen erstmals seit der Festsetzung Maduros eine Übung in der venezolanischen Hauptstadt Caracas ab. An der Übung waren zwei Osprey-Flugzeuge vom Typ MV-22B beteiligt, die in der Nähe der US-Botschaft landeten, sowie Schiffe, die in venezolanische Gewässer in der Karibik einliefen.Die venezolanische Regierung hatte die Übung nach eigenen Angaben als Evakuierungsübung für mögliche medizinische Notfälle oder Katastrophen genehmigt.