26.05.2026 13.43Online seit heute, 13.43 UhrVor dem geplanten Börsengang von SpaceX wachsen Insidern zufolge die Spannungen zwischen der Weltraumfirma des Milliardärs Elon Musk und dem US-Verteidigungsministerium. Der Grund dafür seien Preiserhöhungen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen heute.Das US-Militär nutzt bei seinen Angriffen auf den Iran das Netzwerk der Satellitentochter Starlink, um Kamikazedrohnen ins Ziel zu steuern. Aus Sicht des Unternehmens falle das unter die Bedingungen für einen Luftfahrttarif, sagten die Insider weiter.Streit über DrohnenDieser koste pro Monat und Empfangsterminal 25.000 Dollar (rund 21.500 Euro). Das Ministerium habe dagegen nur jeweils 5.000 Dollar für Datenverbindungen an Land und für Mobilitätsdienste gezahlt.Die Regierung argumentiere, dass – anders als in der klassischen Luftfahrt – Kamikazedrohnen das Starlink-Netzwerk nur wenige Minuten bis maximal einige Stunden nutzten.Ein weiterer Streitpunkt ist den Insidern zufolge die Preisgestaltung für ein Projekt zur Umgehung der Kommunikationssperren im Iran. Die USA wollten das Starlink-Netzwerk nutzen, um der dortigen Bevölkerung direkte Mobilfunkverbindungen über Satellit zu ermöglichen.Musk wies kurz nach den ersten US-Angriffen auf den Iran in einem Beitrag in seinem Kurznachrichtendienst X darauf hin, dass der Einsatz von Starlink für Waffensysteme gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoße. Bei Missbrauch würden die entsprechenden Terminals abgeschaltet.Für die US-Regierung sei ein eigenes Netzwerk namens „Starshield“ vorgesehen. Das US-Verteidigungsministerium sagte, man verstoße nicht gegen die Vereinbarungen mit SpaceX.Pentagon lenkte einDas Verteidigungsministerium akzeptierte die erhöhten Gebühren für die Nutzung von Starlink zur Drohnensteuerung den Insidern zufolge zunächst. Dadurch verdoppelten sich die ursprünglich mit 30.000 Dollar kalkulierten Kosten für eine Kamikazedrohne vom Typ Lucas nahezu.Während der Waffenruhe im April habe es daher neue Preisverhandlungen gegeben. Das Pentagon wollte sich zu diesem Thema nicht äußern und teilte lediglich mit, dass es sich nach Alternativen zu Starlink umsehe. SpaceX war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.