27.05.2026 17.14Online seit heute, 17.14 UhrDie großen Hilfsorganisationen haben im Vorfeld eines Treffens der Soziallandesräte auf die angekündigte Reform der Sozialhilfe gedrängt. Bedauert wird in einer gemeinsamen Aussendung der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG), dass man über die Inhalte der Neuaufstellung bisher kaum etwas gehört habe.Dabei sei die Notwendigkeit einer Reform evident, speziell was die unterschiedlichen Modelle in den Ländern betrifft.Die angekündigte Reform böte die Chance, die soziale Sicherheit in Österreich klug und nachhaltig zu stärken. Aber dafür müsste man jedenfalls mehr Ambition an den Tag legen, „als wir das bisher sehen“, meinte die aktuelle BAG-Vorsitzende Elisabeth Anselm vom Hilfswerk.Caritas-Generalsekretärin Anna Parr würde die angekündigte Vereinheitlichung der Sozialhilfe als guten Schritt sehen. Genauso wichtig wäre es allerdings, statt der derzeitig gültigen Höchstsätze wieder klar definierte Mindeststandards festzulegen.Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger fordert von der Regierung „vehement“ die Einbeziehung der Sozialorganisationen in den Reformprozess. Verfahren würden, wie auch eine Studie der Armutskonferenz zeige, zu lange dauern und zu bürokratisch sein, kritisierte Diakonie-Direktorin Maria Moser.Gerry Foitik vom Roten Kreuz betonte, dass man bei der Sozialhilfe von Mitteln in der Höhe von gerade einmal 0,47 Prozent der gesamten Staatsausgaben spreche. Getan werden aber so, als hätte man hier einen Hebel mit wundersamen Kräften zur Budgetsanierung in Händen. Er forderte mehr Augenmaß und Faktenorientierung ein.