US-Botschaft und Kiew warnen vor möglichem russischen Großangriff

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23.05.2026 21.58Online seit heute, 21.58 UhrDie US-Botschaft in Kiew und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben vor einem möglicherweise kurz bevorstehenden schweren russischen Luftangriff auf die Ukraine gewarnt. Den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen Angriff mit seiner atomwaffenfähigen Oreschnik-Rakete vorbereite, schrieb Selenskyj heute Abend in Onlinediensten.Der ukrainische Präsident forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf Moskau auszuüben, „damit es den Krieg nicht weiter ausweitet“.Warnung für gesamtes Gebiet der UkraineDie US-Botschaft in Kiew erklärte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne „jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden“ ein „möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen“. Es bestehe eine Warnung für das gesamte Gebiet der Ukraine.Sowohl die Botschaft als auch der ukrainische Präsident riefen die Bevölkerung des Landes auf, im Falle eines Luftalarms Schutzräume aufzusuchen. Selenskyj sprach von „Anzeichen für die Vorbereitung eines kombinierten Angriffs auf ukrainisches Gebiet, einschließlich Kiews, mit verschiedenen Waffentypen“.Dreitägige Übung mit tausenden SoldatenDie russische Armee hatte vor einer Woche dreitägige Übungen zum Einsatz von Atomwaffen abgehalten, an denen tausende Soldaten im ganzen Land beteiligt waren.Die Oreschnik ist eine atomwaffenfähige russische Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3000 bis 5500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme „unmöglich“, die Rakete abzufangen. Die neuartige Rakete wurde – mit konventionellen Sprengköpfen bestückt – bisher zweimal gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt.Putin drohte mit VergeltungNach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Putin Kiew mit Vergeltung gedroht. Bei dem Angriff wurde nach russischen Angaben eine Fachhochschule samt Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk getroffen, 18 Menschen kamen demnach ums Leben. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.