Eva Schütz bewirbt sich als ORF-Generaldirektorin

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26.05.2026 09.42Online seit heute, 9.42 UhrExxpress-Herausgeberin Eva Schütz hat heute in einer Aussendung eine Kandidatur für die ORF-Generaldirektion angekündigt, wobei sie eine „umfassende Reformagenda unter dem Titel ‚ORF 2030‘“ vorlegen wolle.Die 52-jährige gebürtige Wienerin wolle das öffentlich-rechtliche Medienhaus strategisch neu ausrichten, finanzielle Mittel auch für private Medien, die einen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen, und „Privilegien im Haus beenden“.Anteile an Exxpress zurückgefahrenSchütz hat das umstrittene, 2021 gestartete Onlineboulevardmedium Exxpress aufgebaut. Es befindet sich mittlerweile mehrheitlich in der Hand des deutschen Unternehmens Vius. Dieses verantwortet auch das rechtspopulistische Onlinemedium Nius von Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt.Schütz ist zwar noch beteiligt, hat ihre Anteile in den vergangenen Jahren aber deutlich gesenkt. Sie agiert weiterhin als Herausgeberin und neben der Ex-ÖVP-Politikerin Laura Sachslehner auch als Chefredakteurin, wobei das Medium in der Vergangenheit auch immer wieder mit Attacken gegen den ORF aufgefallen ist.Schütz sieht sich als unabhängige KandidatinSchütz betätigte sich in ihrem Leben bereits als Rechtsanwältin, Leichtathletin und im Kabinett des ÖVP-geführten Finanzministeriums der damaligen Regierung von ÖVP und FPÖ unter Sebastian Kurz und saß auch im Regierungsverhandlungsteam für den Bereich Justiz.Sie betätigte sich in mehreren Aufsichtsräten wie bei der Volksbank Wien und bei Unternehmen des ÖBB-Konzerns. Schütz versteht ihre Kandidatur als unabhängig. Sie sei keine Kandidatin der Bundesregierung oder Koalition, sondern der „Zuseherinnen und Zuseher und der Gebührenzahler“, sagte sie.