Einigung bei Elektro-KV

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29.05.2026 00.25Online seit heute, 0.25 UhrIn den späten Abendstunden haben Gewerkschaft und Arbeitgeber eine Einigung in den Kollektivvertragsverhandlungen in der Elektor- und Elektronikindustrie erzielt. Nach fünf Verhandlungsrunden einigten sich die Sozialpartner demnach auf eine Ist-Lohn-Erhöhung von – laut Gewerkschaft – bis zu 2,7 Prozent.Den Arbeitgeberverhandlern zufolge ist es eine Ist-Lohn-Erhöhung von 1,85 Prozent – zu dem ein „Sockel“ von 22 Euro hinzukomme. Die niedrigsten KV-Gehälter und -Löhne werden demnach um drei Prozent angehoben.Laut den Gewerkschaften Pro-Ge und GPA ist es der dritte Abschluss der heurigen Frühjahrsrunde. Die Einigung wurde nach zwölf Wochen erreicht, Betriebsversammlungen und Streikbeschlüsse inklusive.Arbeitgeber: „Deutlich unter Inflation“Haupziel der Arbeitgeber war es nach Angaben des Fachverbands FEEI, „deutlich unter der rollierenden Inflation abzuschließen“. Das sei gelungen, so FEEI-Obmann Wolfang Hesoun. Er nannt die geopolitischen Verschiebungen, regulatorische Unsicherheiten und technologische Disruption als die großen Herausforderungen. Man habe sich auf den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit konzentriert. Das sei „gerade für die exportstarke Elektro- und Elektronikindustrie essenziell“, so Hesoun.Gewerkschaft: „Stand Spitz auf Knopf“Aus Sicht der Gewerkschaft stand es bei den Verhandlungen „Spitz auf Knopf“. Bis zuletzt hätten die Arbeitgeber „nur eine Mini-Erhöhung von einem Prozent“ angeboten. Erst bei den letzten Gesprächen sei „endlich Bewegung in die Verhandlung“ gekommen. Dazu hat aus Sicht von Chefverhandler Reinhold Binder (Gewerkschaft PRO-GE) und Chefverhandlerin Eva Scherz (Gewerkschaft GPA) unter anderem die Streikdrohung beigetragen.