31.05.2026 15.56Online seit heute, 15.56 UhrDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach einem Drohnenangriff Schäden an der Außenseite eines Turbinengebäudes des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja festgestellt. Das vor Ort befindliche IAEA-Team an dem von Russland besetzten Kraftwerk bestätigt jedoch normale Strahlungswerte auf dem Gelände, wie die Organisation heute mitteilte.Es dürfe keinerlei von dem Kraftwerk ausgehenden oder gegen das Kraftwerk gerichteten Angriffe geben, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi: „Atomanlagen anzugreifen heißt, mit dem Feuer zu spielen.“Der russische staatliche Atomkonzern Rosatom warf der Ukraine nach Angaben russischer Medien einen absichtlichen Angriff auf das Atomkraftwerk vor. Die Drohne sei über ein Glasfaserkabel gesteuert worden, ein „versehentlicher Treffer“ sei daher ausgeschlossen.Das ukrainische Außenministerium wies die Vorwürfe zurück und warf Russland Desinformation vor. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Ukraine ein Kraftwerk auf ihrem eigenen Territorium angreifen sollte, „das sie selbst wieder unter ihre Kontrolle bringen will“, hieß es in einer Erklärung.