Geldwäscheermittlungen gegen Überweisungsdienst Wise

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01.06.2026 14.33Online seit heute, 14.33 UhrDie belgische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen den europäischen Zweig des Überweisungsdienstleisters Wise. Die Ermittlungen gingen schon seit dem vergangenen Jahr und „nähern sich ihrem Ende“, wie die Staatsanwaltschaft der AFP heute bestätigte.Der Aktienkurs des Unternehmens an der Londoner Börse brach bis heute Mittag um fast 15 Prozent ein. Zuvor hatten Investigativjournalisten mehrerer europäischer Medien berichtet.Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben, ob Wise verdächtige Überweisungen im großen Stil nicht gemeldet und damit gegen die Anti-Geldwäsche-Gesetze der EU und Belgiens verstoßen hat. Dabei geht es um Überweisungen, die mutmaßlich im Zusammenhang mit Betrug, Korruption und Drogenhandel stehen.Wise hat seinen Hauptsitz in London, die Ermittlungen betreffen den EU-Zweig des Unternehmens mit Sitz in Brüssel.Die Ermittlerinnen und Ermittler waren den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge auf den Dienstleister aufmerksam geworden, weil Ermittler aus mehr als 30 anderen Ländern in zahlreichen Fällen um Unterstützung in Brüssel baten, weil Wise-Konten in ihren Strafverfahren auftauchten.Das Unternehmen in London bezeichnete die Ermittlungen als „Teil des laufenden Geschäftsbetriebs“. Sie deuteten „weder auf eine Nichteinhaltung der Anforderungen zur Geldwäschebekämpfung noch auf sonst irgendein Fehlverhalten“ hin, teilte Wise weiter mit. Die Ermittlungen dauerten zudem noch an.