Am Montag wählt Äthiopien ein neues Parlament, doch der Sieger steht eigentlich schon fest: die Wohlstandspartei von Premier Abiy Ahmed. Er ist seit 2018 Ministerpräsident, schon ein Jahr darauf wurde ihm für die Aussöhnung mit dem Nachbarstaat Eritrea der Friedensnobelpreis verliehen. Seitdem hat sich aber viel geändert: Der Tigray-Konflikt kostete 600.000 Menschenleben, und Ahmed agiert zunehmend autoritär.