Wehrpflicht: SPÖ plädiert für „Plan der Mitte“

Wait 5 sec.

31.05.2026 07.48Online seit heute, 7.48 UhrDie SPÖ plädiert in der koalitionsinternen Debatte um die Verlängerung der Wehrpflicht für einen „Plan der Mitte“. Von drei Parteien würden sich „zwei einander mit Maximalforderungen“ gegenüberstehen, hieß es seitens der SPÖ mit Blick auf ÖVP und NEOS zur APA.Die SPÖ schlägt nun vor, den Wehrdienst nicht zu verlängern, sondern zu „attraktivieren“. Um die Miliz zu stärken, sollen die verpflichtenden zweimonatigen Übungen wieder eingeführt werden.Die Wehrdienstkommission hatte Mitte Jänner ihren Bericht präsentiert und sich darin für eine Verlängerung von derzeit sechs Monaten Präsenzdienst auf acht Monate plus zwei Monate Übungen ausgesprochen. Der Zivildienst soll von derzeit neun auf zwölf Monate ausgeweitet werden.SPÖ: Milizübungen wieder einführenDie SPÖ schlägt nun ein „6+2“-Modell vor. Eine Wehrdienstverlängerung „bringt noch keine Verbesserung“, hieß es gegenüber der APA, sie wäre ein „harter Einschnitt in das Leben österreichischer Familien und hätte weitreichende Auswirkungen auf Ausbildung, Arbeit und Wirtschaft“.Daher sollte der Wehrdienst „nicht verlängert, sondern attraktiver und qualitätsvoller werden“. Gewonnene Qualifikationen sollten für das spätere Leben anrechenbar sein. Um die Miliz zu stärken, sollen laut SPÖ-Vorstellung die verpflichtenden zweimonatigen Übungen wieder eingeführt werden.Beim Zivildienst schlägt die SPÖ ein Modell „9+2“ Monate vor. Zivildiener sollen ebenfalls für bis zu zwei Monate verpflichtende Übungen machen, „um den Zivilschutz im Krisenfall zu stärken“. Die SPÖ plädiert hier etwa für Krisenschutzübungen und Schulungen.Hervorgestrichen wird die Neutralität: „Österreich war, ist und bleibt ein neutrales Land. Wir setzen auf Diplomatie, internationale Zusammenarbeit und Konfliktprävention, um unser Land zu schützen.“Ruf nach Entscheidung wurde zuletzt lauterZuletzt wurde der Ruf nach einer Entscheidung lauter. Wie „Kurier“ und „Oberösterreichische Nachrichten“ berichteten, will die Plattform „Wehrhaftes Österreich“ bei einem für morgen angekündigten Termin auf eine Entscheidung drängen.Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) verwies in den „Salzburger Nachrichten“ (Samstag-Ausgabe) auf den „parlamentarischen Prozess“ – sie frage sich, „wann er endlich fertig ist“.