WKO: Rufe nach Sparmaßnahmen bei Länderkammern

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03.06.2026 10.27Online seit heute, 10.27 UhrAngesichts der Ankündigung der WKÖ-Präsidentin Martha Schultz von gestern, im Zuge ihrer Sparvorhaben in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) 200 von 800 Jobs zu streichen, haben Freiheitliche, Grüne als auch Liberale (Unos) das Vorgehen goutiert. Es könne sich aber nur um einen ersten Schritt handeln, so Grüne und Unos via Aussendungen heute.In der WKO müsse mehr geschehen. Zudem müssten die Länderkammern dem Beispiel im Bund folgen. Die Betriebsräte wurden am Montag vorinformiert. Am Vormittag gibt es eine Betriebsversammlung in der Bundeskammer auf der Wiener Wieden. Schon im zweiten Halbjahr wird mit dem Stellenabbau begonnen.Versprochen wurde ein sozial verträgliches Vorgehen. Die WKO will ihren Betriebsrat einbinden, um einen gemeinsamen Sozialplan zu erarbeiten. Zustimmen muss dieser in der Kammer laut APA-Informationen schlussendlich aber nicht. Die direkten Dienstnehmer unterliegen keinem Kollektivvertrag.Krenn: „Auf jeden Fall angemessen“Matthias Krenn, Chef der Freiheitlichen in der Wirtschaftskammer, sagte im Ö1-„Morgenjournal“, dass der Mitarbeiterabbau auf „jeden Fall angemessen“ sei. „Ohne dem geht es nicht, wenn wir die Mitglieder entlasten und uns in Zukunft auf Kernaufgaben konzentrieren wollen.“Die WKO hat laut Grünen aktuellen Voranschlägen zufolge Gesamteinnahmen von über 1,3 Mrd. Euro, mehr als 1.000 Gremien, über 12.000 Funktionärinnen und Funktionäre sowie mehr als 5.500 Mitarbeitende. Die Grüne Vorsitzende, Sabine Jungwirth, fordert „eine massive Verschlankung durch das Zusammenführen der zehnfachen Strukturen bei den Fachorganisationen und Branchengremien“. Man habe dabei ein Kostenreduktionspotenzial von 175 Mio. Euro identifiziert.„Gesamte Organisation betrachten“„Wer von einer schlankeren und effizienteren Wirtschaftskammer spricht, muss die gesamte Organisation betrachten“, fordert Unos-Bundessprecher Michael Bernhard. „Gerade in den Landeskammern gibt es ausreichend Doppelstrukturen und Verwaltungsebenen, bei denen ein konsequenter Personalabbau möglich und auch notwendig wäre“, so Bernhard. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.