14 Tage iPhone Duo: Das beste iPad ist jetzt ein iPhone

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Das iPhone Duo ist das erste neue iPhone seit langer Zeit, das wir auch dann in die Hand nehmen, wenn wir eigentlich gar nichts damit zu erledigen haben. Einfach, weil es Spaß macht, damit herumzuspielen, das Gerät aufzuklappen und auszuprobieren, was sich mit den beiden Displays alles anstellen lässt.Diese Experimentierfreude haben wir bei einem neuen iPhone schon lange nicht mehr verspürt. Wahrscheinlich muss man bis zur Einführung von Face ID zurückblicken, um einen ähnlich großen Umbruch in Apples Smartphone-Angebot zu finden. Dabei ist es nicht allein die neue Hardware, die begeistert. Das Duo bringt auch frischen Wind in den App Store, regt Entwickler zu neuen Ideen an und macht neugierig auf Möglichkeiten, die es auf dem iPhone bislang schlicht nicht gab.Das iPhone Duo bietet viele neue EinsatzmöglichkeitenDas merkt man auch im persönlichen Umfeld. Jeder will das Duo einmal anfassen, aufklappen und ausprobieren. Wo inzwischen überall iPads herumliegen, denen kaum noch jemand besondere Aufmerksamkeit schenkt, sorgt das faltbare iPhone für neugierige Blicke. Die Begeisterung erinnert an die Zeit, in der neue Apple-Geräte noch regelmäßig für Überraschungen sorgten. Das Scharnier wird ausprobiert, das große Display bestaunt und anschließend überlegt, wofür man die zusätzliche Bildschirmfläche eigentlich nutzen könnte.Bemerkenswert ist dabei, wie schnell die Entwickler-Community reagiert. Apple hat unter anderem Netflix an Bord geholt, einen Anbieter, der sich bei der Zusammenarbeit mit Apple lange zurückgehalten hat und nun eine hervorragend angepasste Anwendung ausliefert. Dazu kommen zahlreiche neue Apps, die mit den beiden Displays experimentieren. Kameraanwendungen nutzen beide Bildschirme gleichzeitig, der Delta-Emulator schminkt das Duo (fast schon frecht) in den Farben des Nintendo DS auf und wer will kann sich mit virtuellen Toastern, Retro-Walkman-Apps und digitalen Neuinterpretationen von Schiffe versenken die Zeit vertreiben. Hier passiert gerade etwas, das wir im App Store lange vermisst haben.Multitasking, das endlich funktioniertEine der größten Überraschungen ist für uns das Multitasking. Apple hat auf dem iPad über Jahre hinweg unterschiedlichste Konzepte für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Apps ausprobiert. Fenster, geteilte Ansichten, zusätzliche Bedienleisten und immer neue Gesten. Vieles davon wirkte komplizierter als nötig. Oft musste man erst verstehen, was das System eigentlich von einem wollte, bevor zwei Anwendungen nebeneinander angezeigt wurden. Auf dem iPhone Duo fühlt sich genau das erstmals richtig natürlich an.Multitasking auf dem iPhone DuoIm Querformat lassen sich zwei Anwendungen nebeneinander platzieren. Man kann eine App gegen eine andere austauschen, die Kombination als Gruppe behandeln, aus dem Bild schieben und später wieder hervorholen. Die Bedienung erschließt sich dabei nahezu von selbst. Statt sich mit einer Fensterverwaltung auseinanderzusetzen, arbeitet man einfach mit den Anwendungen weiter. Das ist nicht nur angenehm, sondern in vielen Situationen tatsächlich produktiver als die bisherigen Multitasking-Lösungen auf dem iPad.Gerade beim Recherchieren, Schreiben oder Vergleichen von Inhalten macht das Duo deshalb eine ausgesprochen gute Figur. Links eine Webseite, rechts die Notizen, und bei Bedarf wird eine der Anwendungen einfach ausgetauscht. Das große Display bietet genügend Platz, ohne dass sich die Bedienung nach einem kleinen Computer anfühlt. Apple hat hier offenbar sehr genau darüber nachgedacht, welche Funktionen auf einem Gerät dieser Größe sinnvoll sind. Das Ergebnis ist eine Multitasking-Umsetzung, die wir uns in dieser Form auch für das iPad wünschen würden.Aufgeklappt leicht, geschlossen klobigDie Begeisterung für das große Display bringt allerdings einen grundsätzlichen Kompromiss mit sich. Geschlossen ist das Duo ein ziemlich klobiges iPhone. Das vergleichsweise kleine Außendisplay sitzt auf einem dicken Gehäuse, das sich deutlich schwerer und massiver anfühlt als ein gewöhnliches Smartphone. Ausgeklappt verändert sich dieser Eindruck erstaunlich stark. Plötzlich verteilt sich das Gewicht auf eine größere Fläche und das Gerät fühlt sich beinahe leichter an. In diesem Zustand ist das Duo ein hervorragendes kleines Tablet.Kleiner das ein Pro Max, aber auch deutlich dickerGenau dieser Unterschied prägt den Alltag. Wir haben versucht, das Duo möglichst häufig geschlossen zu verwenden und nur dann aufzuklappen, wenn wir tatsächlich zwei Anwendungen nebeneinander benötigen, einen Film ansehen oder länger lesen wollen. Das funktioniert mal besser und mal schlechter. Für schnelle Nachrichten oder einen Blick auf den Kalender reicht der Außenbildschirm. Sobald man sich allerdings etwas ausführlicher mit einem Inhalt beschäftigen möchte, wächst der Wunsch nach dem großen Display.Gute Kameras aber leider kein TeleobjektivHinzu kommt die etwas ungewöhnliche Form des Gehäuses. Mit seiner abgerundeten rechten Kante wirkt das Duo beinahe so, als wäre es ausdrücklich für Rechtshänder gemacht. In der rechten Hand schmiegt sich die Rundung angenehm an den Handballen. Hält man das Gerät dagegen links, drückt die kantigere Seite des Rahmens gegen die Hand. Das ist nicht dramatisch, fällt bei längerer Nutzung aber auf. Trotzdem sind wir dazu übergegangen, das Duo überwiegend links zu halten. Der Grund dafür ist ausgerechnet eine seiner größten Schwächen.Touch ID ist ein echter RückschrittDer seitliche Touch-ID-Sensor lässt sich mit dem linken Zeigefinger besonders gut erreichen. Wer das Duo in der linken Hand hält, kann den Finger nahezu automatisch auf die Taste legen. Das ist praktisch, ändert aber nichts daran, dass die Rückkehr zum Fingerabdrucksensor für uns einen deutlichen Rückschritt darstellt. Nach Jahren mit Face ID haben wir uns daran gewöhnt, dass ein iPhone praktisch von allein entsperrt wird. Man nimmt es in die Hand, schaut auf den Bildschirm und kann loslegen. Über die Authentifizierung denkt man überhaupt nicht mehr nach.Beim Duo muss man wieder aktiv werden. Man wischt über das Display, möchte eine Anwendung öffnen und erinnert sich erst dann daran, dass noch ein Finger auf die seitliche Taste gehört. Dieses kleine Innehalten wiederholt sich über den Tag verteilt erstaunlich häufig. Es ist keine große technische Einschränkung, sondern eine Frage der Gewohnheit und des Bedienkomforts. Gerade weil Face ID inzwischen so selbstverständlich funktioniert, fällt der Wechsel zurück zu Touch ID besonders schwer.Die seitliche Touch-ID-Taste passt zum linken ZeigefingerApple bietet zwar die Möglichkeit, das Duo über eine gekoppelte Apple Watch zu entsperren. Das kann die Bedienung erleichtern, setzt allerdings voraus, dass man die Uhr trägt und mit dem Duo verbunden hat. Für uns ist das keine gleichwertige Alternative zu Face ID. Wir hoffen deshalb, dass Apple bei einer der kommenden Generationen wieder eine Gesichtserkennung integrieren kann. Bis dahin bleibt Touch ID einer der Kompromisse, die man beim Kauf des Duo ganz bewusst eingehen muss.Ein hervorragendes Display mit einer BesonderheitDer große Innenbildschirm gehört eindeutig zu den Stärken des Duo. Die Darstellung ist hervorragend, die Bildschirmfläche angenehm groß und die wenig reflektierende Oberflächenbeschichtung macht gerade beim Lesen und beim Betrachten von Videos einen Unterschied. Das Display wirkt ruhig, Spiegelungen werden deutlich reduziert und auch längere Texte lassen sich angenehm verfolgen. Wer bislang gerne auf einem iPad mini gelesen hat, dürfte sich auf dem Duo schnell zu Hause fühlen.Überrascht hat uns allerdings, wie deutlich die Aussparung der Innenkamera sichtbar ist. Während der Produktpräsentation hatten wir den Eindruck gewonnen, dass Apple diese Stelle nahezu unsichtbar in die Displayoberfläche integriert hat. Tatsächlich sieht man sie je nach Lichteinfall sehr klar. Es wirkt dann fast so, als hätte jemand mit einem Locher ein Stück aus der entspiegelten Oberfläche herausgestanzt. Dort, wo die Kamera sitzt, reflektiert das Display wesentlich stärker als auf der restlichen Fläche. Das ist kein schwerwiegendes Problem, aber ein Detail, das wir so nicht erwartet hatten.Kameraaussparung bei seitlichem LichteinfallErfreulich ist dagegen, dass Apple mit dem jüngsten Software-Update auch die Unterstützung für den Apple Pencil nachgereicht hat. Allerdings gibt es dabei eine erhebliche Einschränkung. Unterstützt wird ausschließlich der Apple Pencil mit USB-C-Anschluss. Wer bereits einen Apple Pencil Pro besitzt, kann diesen nicht weiterverwenden. Auch alternative Eingabestifte, beispielsweise von Metapen, lassen sich bislang nicht mit dem Duo verbinden. Wer das große Display zum Zeichnen oder für handschriftliche Notizen nutzen möchte, muss also gegebenenfalls einen zusätzlichen Stift anschaffen.Die schwierige Suche nach einer HülleEine weitere Eigenheit faltbarer Smartphones zeigt sich beim Zubehör. Eine passende Schutzhülle zu finden, ist deutlich komplizierter als bei einem gewöhnlichen iPhone. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich das Gehäuse öffnen lassen muss und die beiden Hälften dabei nicht behindert werden dürfen. Apple bietet selbst unterschiedliche Lösungen an, die uns allerdings nicht vollständig überzeugen konnten. Besonders bei den klassischen Hüllen sind die konstruktionsbedingten Einschränkungen unübersehbar.Ankleben wollen wir die Hüllen eigentlich nichtEinige Modelle müssen am Gehäuse festgeklebt werden. Zudem beanspruchen ihre Ränder einen Teil der nutzbaren Bildschirmfläche. Apple hat dafür sogar eine eigene Einstellung vorgesehen, mit der sich die Darstellung auf dem Außendisplay etwas verkleinern beziehungsweise verschieben lässt, damit die Hülle nicht über den sichtbaren Inhalt ragt. Technisch ist das nachvollziehbar. Wir möchten allerdings weder etwas an unser iPhone kleben noch auf einen Teil der ohnehin begrenzten Bildschirmfläche verzichten.Linker Rad verschieben: Nur mit Case sinnvollAm besten gefällt uns noch Apples Folio. Die Hülle wird magnetisch befestigt, schützt auch das Scharnier und macht insgesamt den hochwertigsten Eindruck. Allerdings kostet sie ein Schweinegeld und bringt einen anderen Nachteil mit sich: Wer das iPhone benutzen möchte, muss zunächst die Vorderseite der Hülle aufklappen. Gerade bei einem Gerät, das im geschlossenen Zustand ohnehin etwas umständlicher zu bedienen ist, gefällt uns das nicht. Nach verschiedenen Versuchen sind wir deshalb dazu übergegangen, das Duo ganz ohne Case zu verwenden.Mehr iPad als iPhoneNach längerer Nutzung wird immer deutlicher, wie man das Duo eigentlich einordnen sollte. Es ist für uns weniger ein iPhone mit einem zusätzlich versteckten Display als vielmehr ein kleines Tablet, das sich zusammenklappen lässt und nebenbei auch telefonieren kann. Dieser Perspektivwechsel ist entscheidend. Betrachtet man das Duo als Smartphone, fallen zunächst das dicke Gehäuse, der kleine Außenbildschirm und die umständlichere Entsperrung auf. Betrachtet man es dagegen als besonders handliches iPad, erscheinen viele dieser Kompromisse plötzlich in einem anderen Licht.Stellt euch vor, Apple würde ein iPad mini anbieten, das man auf die Hälfte seiner Größe zusammenklappen und bequem in einer Jackentasche verstauen könnte. Dazu kämen ein zusätzlicher Außenbildschirm, die Möglichkeit zum Telefonieren und eine Benutzeroberfläche, die für die Nutzung mit zwei Anwendungen hervorragend geeignet ist. Das wäre ein ausgesprochen interessantes Tablet. Und genau als solches funktioniert das iPhone Duo für uns am besten. Es ersetzt nicht einfach das iPad, sondern gibt ihm gewissermaßen eine Transformationsmöglichkeit mit auf den Weg.Das Duo ist eigentlich ein kleines Tablet mit TelefonfunktionGerade bei Bahnreisen, beim längeren Lesen, beim Anschauen von Filmen oder beim produktiven Arbeiten unterwegs macht diese Kombination viel Spaß. Man hat eine große Bildschirmfläche dabei, ohne dauerhaft ein Tablet transportieren zu müssen. Gleichzeitig kann das Gerät bei Bedarf als ganz normales Telefon eingesetzt werden. Dass es dabei nicht die Eleganz und Handlichkeit eines klassischen iPhones erreicht, ist zwar schade, aber angesichts seiner eigentlichen Stärken leichter zu verschmerzen.Das perfekte zweite iPhoneUnser persönliches Fazit fällt deshalb etwas ungewöhnlich aus: Das iPhone Duo ist für uns das perfekte zweite iPhone. Als Ersatz für das iPhone 18 Pro möchten wir es nicht dauerhaft verwenden. Dafür ist uns das Außendisplay zu klein und das geschlossene Gerät schlicht zu klobig. Das reguläre iPhone bleibt der angenehmere Begleiter für den Alltag, für kurze Interaktionen und für all die Situationen, in denen man sein Telefon nur schnell aus der Tasche ziehen möchte.Spannend wird die Kombination durch die iPhone-Handoff-Funktion, die hierzulande bislang nur von der Telekom angeboten wird. Damit lässt sich die Nutzung zweier iPhones deutlich angenehmer organisieren. Das iPhone 18 Pro bleibt unser Standardgerät. Steht dagegen eine längere Bahnfahrt an, möchten wir unterwegs einen Film ansehen, etwas skizzieren oder brauchen einfach mehr Platz für zwei Anwendungen, bleibt das reguläre iPhone zu Hause und das Duo wandert in die Tasche. Ein zusätzliches iPad benötigen wir dann eigentlich nicht mehr.Das Duo ist so flexibel wie kein anderes iPadDas ist letztlich auch die größte Stärke dieses Geräts. Apple hat kein besseres normales iPhone gebaut, sondern ein neues kleines Tablet geschaffen, das sich bei Bedarf in ein Telefon verwandelt. Die Kompromisse sind spürbar und der hohe Preis macht die Entscheidung nicht leichter. Trotzdem hatten wir mit keinem neuen iPhone seit langer Zeit so viel Freude. Nicht, weil das Duo alles besser macht, sondern weil es wieder Lust darauf macht, etwas Neues auszuprobieren. Und als faltbarer iPad-Ersatz mit Telefonfunktion hat es uns überzeugt. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Apple iPhone Duo 256 GB - Sternenweiß | 7,6" inneres Display, 5,4" Super Retina XDR äußeres Display, Batterie für... 2.299,00 EUR ★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag 14 Tage iPhone Duo: Das beste iPad ist jetzt ein iPhone Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.