Kolonialismus als Komödie

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Historische Figuren und ihre blinden Flecken sind das Spezialgebiet von Daniel Kehlmann. Seit seinem Millionenseller „Die Vermessung der Welt“ gilt er als erfolgreichster deutschsprachiger Autor der Gegenwart. Nun erscheint sein neuer Roman „Afrika“ über die Berliner Kongokonferenz (1884/85), der die Banalität und Ahnungslosigkeit der Mächtigen ins Zentrum rückt. Im Vordergrund: ein patscherter österreichischer Legationsrat.