Anthropic schickt Claude an die Haushaltskasse: Mit Personal Finance erhält der KI-Assistent eine Funktion zur Auswertung verknüpfter Bank- und Kreditkartenkonten. Claude soll Ausgaben erklären, laufende Kosten aufschlüsseln und Fragen zum verfügbaren Budget beantworten. Die neue Funktion startet zunächst als Beta in den USA, auch in der iPhone-App.Ausgaben erklären und Abos findenNach der Anbindung persönlicher Gesundheitsdaten nimmt sich Claude damit einen weiteren Bereich des Alltags vor. Auf Nachfrage fasst die KI Ausgaben über mehrere Konten hinweg zusammen, sortiert sie nach Kategorien und vergleicht sie mit vergangenen Monaten. Auch doppelte Abbuchungen, unerwartete Gebühren und teurer gewordene Abonnements sollen auffallen.Hinzu kommen Übersichten zu anstehenden Zahlungen sowie Diagramme und Kalender. So lässt sich beispielsweise abschätzen, welcher Betrag bis zum nächsten Gehalt noch übrig bleibt. Ob das nächste iPhone ins Budget passt, könnte damit künftig eine längere Diskussion mit dem digitalen Kassenwart auslösen.Kontozugriff mit LeserechtenDie Verbindung zu den Banken erfolgt nach Zustimmung über den Dienst Plaid. Claude erhält dabei kein Banking-Passwort, kann aber unter anderem Kontostände, Kreditlimits und Transaktionen aus bis zu 24 Monaten einsehen. Geld überweisen, verwalten oder anlegen kann die Funktion nicht. Die eigentliche Taschengeldzuteilung bleibt also weiterhin in menschlicher Hand.Gespräche im speziellen Finanzbereich werden laut Anthropic nicht für das Training der KI-Modelle verwendet. Für Informationen außerhalb dieses Bereichs gelten die jeweiligen Datenschutzeinstellungen. Eine Bankverbindung lässt sich jederzeit trennen; bereits in Chats enthaltene Angaben werden dadurch allerdings nicht automatisch gelöscht.US-Beta für zahlende NutzerPersonal Finance wird schrittweise für die Abonnements Pro, Max und Ultra freigeschaltet. Unterstützt werden vorerst ausschließlich US-Banken. Die Freischaltung umfasst neben der iPhone-App auch die Webversion sowie die Desktop- und Android-Apps. Einen Starttermin für Deutschland nennt Anthropic bislang nicht.Das Unternehmen weist zudem auf mögliche Fehler hin: Kontostände können ein bis zwei Tage alt sein, fehlende Kontodaten die Übersicht verzerren. Die Funktion ist nicht als Anlageberatung ausgelegt. Anthropic empfiehlt deshalb, wichtige Zahlen mit den Angaben der Bank abzugleichen.Claude by Anthropic (Kostenlos+, App Store) →★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Claude prüft die Haushaltskasse: Neue Finanzfunktion vorgestellt Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.