USA: Versand von Abtreibungspille bleibt vorerst erlaubt

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15.05.2026 08.28Online seit heute, 8.28 UhrDie Abtreibungspille Mifepristone kann in den USA weiter online verschrieben und per Post bezogen werden, ohne persönlichen Arztbesuch. Der Oberste Gerichtshof entschied gestern, den Zugang zu dem Medikament auf dem Versandweg zunächst aufrechtzuerhalten – und setzte Einschränkungen einer Unterinstanz aus, während das Gerichtsverfahren um das Medikament weiterläuft.Hersteller des Medikaments hatten den Supreme Court zuvor im Eilverfahren angerufen und vor erheblichen Auswirkungen auf die Versorgung gewarnt. Denn Anfang des Monats hatte ein Bundesberufungsgericht den Zugang zu Abtreibungspillen auf dem Postweg vorläufig stark eingeschränkt.Ein Richtergremium in New Orleans setzte eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA aus, die den Mifepristone-Versand nach telemedizinischer Verschreibung erlaubt hatte. Hintergrund war eine Klage des republikanisch regierten US-Bundesstaats Louisiana, der argumentiert, die Regelungen untergrüben sein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot.Die Entscheidung des Berufungsgerichts hätte zur Konsequenz, dass Anbieter das Mittel vorerst nur noch persönlich in Kliniken oder Arztpraxen ausgeben dürften. Eine Anordnung des Obersten Gerichtshofs setzte diese Einschränkung jedoch bereits vergangene Woche vorläufig außer Kraft. Mit der aktuellen Entscheidung bleibt es erst einmal dabei.