Handel wehrt sich gegen geplante Paketabgabe

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15.05.2026 14.54Online seit heute, 14.54 UhrDie geplante Paketabgabe von zwei Euro stößt bei der Wirtschaftskammer auf scharfe Kritik. Wie WKO-Handelsvertreter Alexander Smuk heute im Ö1-Mittagsjournal sagte, würde die Maßnahme 4.000 bis 5.000 kleine und mittlere heimische Händler treffen, die auf Onlinemarktplätze angewiesen sind.Zudem zeige eine aktuelle Studie der Linzer Kepler-Universität, dass sich die Abgabe kaum durch Selbstabholung im Geschäft umgehen lässt.Die großen Plattformbetreiber würden die Steuerkosten an die Händler weiterverrechnen, warnte Smuk.„Fataler Einschnitt“Das sei für die betroffenen Einpersonen- und Kleinunternehmen ein „fataler Einschnitt“. Im Wettbewerb mit asiatischen Großanbietern würden sie dadurch weiter zurückfallen. Letztlich müssten die Konsumentinnen und Konsumenten die zwei Euro pro Paket tragen.Auch der stationäre Handel sei betroffen, sobald Waren – etwa nach einer telefonischen Bestellung – auf Kundenwunsch verschickt werden. Kommende Woche will die Wirtschaftskammer ihre Bedenken und Finanzierungsalternativen bei einem Termin im Finanzministerium darlegen. Präferiert wird eine europäische Lösung über den Zoll.„Click & Collect“ wenig genutztDass die im Gesetzesentwurf vorgesehene Ausnahme für „Click & Collect“ wenig Entlastung bringt, zeigt eine Analyse des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) der Kepler-Universität. Dieser Vertriebsweg machte 2025 nicht einmal sechs Prozent der heimischen Onlineausgaben aus, Tendenz sinkend.Die Dominanz internationaler Anbieter ohne Filialnetz mache eine Abholung oft unmöglich: 87 Prozent der österreichischen Onlineshopper kaufen bei Amazon, 58 Prozent bei Plattformen wie Temu und Shein. Zudem bevorzugen laut den Fachleuten 59 Prozent der Konsumenten und Konsumentinnen ausdrücklich die Zustellung nach Hause.