21.05.2026 16.40Online seit heute, 16.40 UhrBei der Berufung des Ex-Prinzen Andrew zum Handelsbeauftragten der britischen Regierung hat die verstorbene Queen Elizabeth II. eine wichtige Rolle gespielt. Das geht aus den ersten von der britischen Regierung veröffentlichten Dokumenten zur Ernennung von Andrew Mountbatten-Windsor heute hervor.Der jüngere Bruder von Königs Charles III. (77) war im Februar im Zuge des Skandals um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden. Der Verdacht: In seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter soll er sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Der 66-Jährige wurde aus seiner offiziellen Rolle in der Königsfamilie verbannt, ihm wurden alle Titel und Ehren aberkannt.Andrew sollte „prominente Rolle“ bekommenDer Wunsch der Queen, den Posten des Handelsbeauftragten mit dem oft als ihr Lieblingssohn bezeichneten Andrew zu besetzen, zeigt sich in einem an das Außenministerium adressierte Schreiben aus dem Jahr 2000. Ihr sei es „sehr wichtig“, dass Andrew Mountbatten-Windsor eine „prominente Rolle bei der Förderung nationaler Interessen“ übernimmt, heißt es darin. „Es ist der Wunsch der Königin, dass der Herzog von York die Nachfolge des Herzogs von Kent in dieser Rolle antritt.“ Vor Andrew vertrat der Cousin der Queen, Prinz Edward, die britischen Handelsinteressen im Ausland.Staatssekretär: Keine Überprüfung von AndrewIn den Dokumenten gibt es laut Handelsstaatssekretär Chris Bryant keine Hinweise darauf, dass eine formelle Sicherheitsüberprüfung von Andrew vor Antritt seiner Rolle stattgefunden hat. Das sei jedoch „verständlich“, da die Ernennung von Andrew schlicht eine Fortsetzung der royalen Besetzung der Rolle gewesen sei.