Die Diskussion um den Schutz von Igeln vor Mährobotern hat die Bundespolitik erreicht. Nachdem zuletzt der Deutsche Städtetag ein bundesweites Nachtfahrverbot für die automatischen Rasenmäher gefordert hatte, liegt nun ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion im Bundestag vor.Hersteller wie Eufy integrieren bereits ab Werk einen IgelschutzDie Abgeordneten verlangen gesetzliche Vorgaben (PDF), die den Betrieb von Mährobotern künftig auf die Tageshelligkeit beschränken sollen.Der Vorstoß greift eine Debatte auf, über die wir bereits im April berichtet hatten. Damals hatte der Deutsche Städtetag auf die Gefährdung von Igeln und anderen Kleintieren hingewiesen, die vor allem in den Abendstunden und nachts aktiv sind. Anders als viele andere Tiere fliehen Igel bei Gefahr häufig nicht, sondern rollen sich zusammen. Dadurch können sie von Mährobotern schwer verletzt werden.Hersteller sollen Nachtbetrieb technisch verhindernNach den Vorstellungen der Grünen soll die Bundesregierung eine bundesweit einheitliche Regelung schaffen. Für neu verkaufte Geräte ab 2027 fordern die Abgeordneten eine technische Sperre, die den Nachtbetrieb automatisch verhindert. Diese Vorgabe soll unabhängig von den Einstellungen der Nutzer greifen. Als Nachtzeitraum wird die Zeit von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang genannt.In der Navimow-App lässt sich die Tierfreundlichkeit konfigurierenAuch bereits im Einsatz befindliche Mähroboter geraten in den Blick. Hersteller sollen bis März 2027 kostenlose Softwareaktualisierungen bereitstellen, sofern die Geräte über eine Helligkeitserkennung, eine Internetverbindung oder eine App-Steuerung verfügen. Damit soll ebenfalls verhindert werden, dass die Maschinen nachts betrieben werden. Ausnahmen sehen die Grünen für Vereinssportplätze vor.Navimow i208 LiDAR im Test: LiDAR bringt Vorteile in engen GärtenDie Fraktion argumentiert, dass reine Nutzervorgaben nur schwer kontrollierbar seien. Technische Einschränkungen durch die Hersteller seien einfacher umzusetzen und würden bürokratischen Aufwand vermeiden. Gleichzeitig verweist der Antrag darauf, dass einige Anbieter bereits heute Funktionen anbieten, die den Betrieb während der Nachtstunden automatisch unterbinden.Zertifizierung für igelsichere Geräte geplantNeben festen Betriebszeiten soll auch die Technik der Geräte stärker reguliert werden. Die Grünen schlagen die Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens vor, das die Erkennung und Umfahrung von Igeln überprüft. Bis 2030 soll eine entsprechende Zertifizierung zur Voraussetzung für den Verkauf von Mährobotern werden. Die Entwicklung soll gemeinsam mit Herstellern, Naturschutzverbänden, Wissenschaftlern und dem Bundesamt für Naturschutz erfolgen.Als Begründung verweist der Antrag auf Untersuchungen, nach denen viele Mähroboter Igel trotz Kameras und Sensoren nicht zuverlässig erkennen. Zwar hätten aktuelle Modelle Fortschritte gemacht, ein einheitlicher und nachvollziehbarer Sicherheitsstandard fehle bislang jedoch.The post Nachtfahrverbot für Mähroboter: Debatte erreicht den Bundestag first appeared on iphone-ticker.de.