Gaza-Repräsentant stellt UNO 15-Punkte-Plan von Trump vor

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21.05.2026 21.29Online seit heute, 21.29 UhrDer Gaza-Repräsentant Nickolaj Mladenow hat dem UNO-Sicherheitsrat eine 15-Punkte-Strategie zur Umsetzung des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump vorgestellt – und gleichzeitig die stockende Umsetzung kritisiert.Ohne eine Entwaffnung der Terrororganisation Hamas und angesichts der anhaltenden Verletzungen der Waffenruhe drohe der derzeitige „sich verschlechternde Zustand“ dauerhaft zu werden, warnte Mladenow heute bei einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats in New York. Die Hamas lehnt eine Entwaffnung bisher ab.Der frühere UNO-Nahost-Gesandte Mladenow dient als Verbindung zwischen dem von US-Präsident Trump gegründeten Friedensrat und der palästinensischen Übergangsverwaltung des in zwei Jahren Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifens. Der UNO-Sicherheitsrat hatte den Friedensplan von Trump im November per Resolution unterstützt.Der 15-Punkte-Plan sieht vor, dass auf jeden Schritt einer Seite ein Schritt der anderen Seite folgen muss – und bietet einen Horizont für politische Selbstbestimmung und Staatlichkeit der Palästinenser.Einige Dinge hätten sich seit Beginn der Waffenruhe im Oktober im Gazastreifen verbessert, sagte Mladenow. „Aber ich werde mich nicht vor dieses Gremium stellen und das Wiederherstellung nennen, denn es gibt keine Wiederherstellung.“Rund 85 Prozent der Gebäude im Gazastreifen seien teilweise oder komplett zerstört, etwa 70 Millionen Tonnen Schutt lägen dort herum, wo einst Schulen und Krankenhäuser gestanden hätten, und mehr als eine Million Menschen hätten kein dauerhaftes Obdach. Wasser sei knapp und etwa 80 von 100 Menschen im arbeitsfähigen Alter hätten keinen Job.