Übergabe der Regierungsgeschäfte in Ungarn abgeschlossen

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14.05.2026 18.08Online seit heute, 18.08 UhrDie offizielle Übergabe der Regierungsgeschäfte in Ungarn hat heute im Bürogebäude des ehemaligen Präsidialamtes in Budapest stattgefunden.Dabei übergaben die scheidenden Minister während ihrer Amtszeit entstandene Schriften, Verträge und Protokolle an die Ministerinnen und Minister der neuen Regierung unter Peter Magyar, die nun ihre Amtssitze beziehen können. Somit ist der letzte administrative Schritt des Regierungswechsels vollzogen.Während die Vertreter der Regierung des neuen Ministerpräsidenten das Gebäude durch den Haupteingang betraten, wählten die Minister der scheidenden FIDESZ-Regierung den Hintereingang, um Journalistenfragen zu entgehen, schrieb das Onlineportal Index.hu. Im Vorfeld hatte Magyar schwere Anschuldigungen gegen die scheidende Regierung von Viktor Orban erhoben und behauptet, dessen Kabinett habe Dokumente in großem Stil vernichtet.Magyar erklärte nach der Übergabe der Regierungsgeschäfte vor Journalisten, alle Minister der scheidenden Regierung seien erschienen. Er habe diese erneut dafür kritisiert, das Land in einem solch schlechten Zustand übergeben zu haben, sagte der neue Regierungschef. Die Stimmung sei deshalb nicht besonders gut gewesen. Magyar dementierte Medienberichte, wonach auch Orban an der Übergabe teilgenommen habe.Weiteres erklärte Magyar bei der Pressekonferenz, der scheidende Innenminister Sandor Pinter habe eine umfassende Untersuchung gegen seine eigene Person erbeten. Es werde jedoch auch Untersuchungen gegen andere ehemalige Minister geben, so Magyar. Ex-Kanzleramtsminister Gergely Gulyas schrieb nach der Übergabe auf Facebook, die scheidende Regierung habe alles getan, um das Land in einem „geordneten Zustand“ zu übergeben. Die 16 Mitglieder der Magyar-Regierung hatten am Dienstag ihren Amtseid abgelegt.Mit der Angelobung trat das Kabinett sein Amt an. Während der neuen Regierung vier Frauen angehören, bestand das Kabinett des rechtsnationalen Ex-Premiers Orban ausschließlich aus Männern. Bei der Parlamentswahl am 12. April hatte die TISZA-Partei von Magyar mit einem Erdrutschsieg eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.