Taiwan pocht weiter auf Souveränität

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16.05.2026 07.36Online seit heute, 7.36 UhrTaiwan pocht weiter auf seine Souveränität – ungeachtet der Warnung von US-Präsident Donald Trump, formal die Unabhängigkeit von China auszurufen.Taiwan sei „eine souveräne und unabhängige demokratische Nation und der Volksrepublik China nicht untergeordnet“, erklärte das Außenministerium in Taipeh heute. Dabei verwies es darauf, dass die USA seit Trumps Amtsantritt wiederholt bekräftigt hätten, dass ihre Politik gegenüber der selbstverwalteten Insel „unverändert“ bleibe.China will „keinen Unabhängigkeitskampf“Mit der Erklärung reagierte Taipeh auf Äußerungen von Trump nach dessen Besuch in China. Nach dem Abschluss seiner Reise hatte Trump gesagt, dass er in der Taiwan-Frage keinen militärischen Konflikt mit China eingehen wolle. „Wir suchen keinen Krieg“, sagte Trump gestern dem Sender Fox News. Wenn der Status Quo in Taiwan erhalten bleibe, werde China damit einverstanden sein.Zugleich warnte der US-Präsident das selbstverwaltete Taiwan davor, offiziell die Unabhängigkeit von China auszurufen – wofür es allerdings in Taipeh keine Pläne gibt. „Wir wollen nicht, dass jemand sagt: ‚Lasst uns unabhängig werden, weil die Vereinigten Staaten hinter uns stehen‘“, sagte der US-Präsident. Damit gab Trump auch die chinesische Sichtweise wieder. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte nach den Worten des US-Präsidenten gesagt, er wolle „keinen Unabhängigkeitskampf“ in Taiwan sehen.Waffenlieferungen aus USAChina betrachtet die demokratische und selbstverwaltete Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. Washington erkennt Taiwan zwar nicht offiziell an, ist jedoch der wichtigste militärische Unterstützer der Insel. Trump sagte, er werde in Kürze über neue Waffenlieferungen an Taiwan entscheiden, die China ablehnt.Taiwans Außenministerium reagierte auch auf diese Äußerung Trumps. Es verwies darauf, dass US-Waffenverkäufe nicht nur „Teil der Sicherheitsverpflichtung Washingtons“ gegenüber der demokratischen Insel seien, sondern auch „eine Form der gemeinsamen Abschreckung gegen regionale Bedrohungen“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.