21.05.2026 13.41Online seit heute, 13.41 UhrNach monatelangen Verzögerungen wird derzeit das goldene Trump-Handy an Vorbesteller ausgeliefert, doch es gibt immer mehr Kritik daran. Das Gerät wurde von den beiden Söhnen von US-Präsident Donald Trump, Eric und Donald, bereits für vergangenen August und als komplett in den USA gefertigt angekündigt.Nun stellt sich heraus, dass das Gerät namens T1 vom virtuellen Mobilfunker Trump Mobile für 499 US-Dollar ein nicht mehr ganz zeitgemäßes Android-Handy ist, mit einem deutlich kleineren Bildschirm und weniger Speicher als angekündigt. Dafür gibt es eine, auch nicht mehr wirklich übliche, 3,5 mm Audiobuchse für Kopfhörer.Vorbestellungen laut Daten deutlich geringerUS-Medien berichteten außerdem unter Berufung auf erste Nutzer, dass das Gerät Daten seiner Nutzer und Nutzerinnen, darunter Post- und E-Mail-Adresse sowie Handynummer, preisgibt. Zwei Youtuber, die jeweils im Besitz eines T1 sind, wurden demnach von einem Sicherheitsforscher kontaktiert, weil ihre Daten auffindbar waren.Die beiden bestätigten, dass die gefundenen Daten ihre waren. Aus dem Leak sei zudem herauslesbar, dass die kolportierte Zahl von fast 600.000 Vorbestellungen womöglich übertrieben ist. Demnach sollen es 30.000 Vorbestellungen für das Gerät und rund 10.000 Nutzer sein. Mittlerweile soll der Fehler behoben sein.Kein „Made in USA“, dafür fehlt ein StreifenStatt komplett in den USA und damit „Made in USA“ gefertigt zu werden, wie bei der Vorstellung versprochen wurde, ist das Handy laut Anbieter nun „durch amerikanische Innovation geformt“. US-Teams hätten beim Design und der Qualitätssicherung geholfen, heißt es auf der Website des Anbieters. Experten hatten von Anfang an darauf hingewiesen, dass es in den USA gar nicht alle nötigen Fertigungsmöglichkeiten für ein Handy gebe.Das Gerät wird mit einer Vorinstallation von Trumps sozialem Netzwerk Truth Social ausgeliefert, monieren Kritiker. Hohn gibt es dafür, dass die US-Flagge auf der Rückseite zu wenige Streifen zu haben scheint – den letzten Streifen soll offenbar der Schriftzug Trump Mobile darstellen.Firmenchef Pat O’Brien erklärte gegenüber CNN, dass das Technologiegeschäft schwerer als von manchen gedacht sei, weil Teile auch auf Qualität getestet werden müssten. Es gebe eine „unglaublich hohe Nachfrage“ nach den Geräten und man bemühe sich, die Vorbestellungen rasch auszuliefern. CNN zitiert Analysten, wonach es durchschnittlich 18 Monate dauere, um Verträge für Hersteller und Software zu finalisieren. Tech-Blogs und Experten weisen unterdessen auf starke optische Parallelen des T1 zu einem zwei Jahre alten HTC hin.