17.07.2026 15.14Online seit heute, 15.14 UhrAuch Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) spricht sich für engmaschig betreute Wohngemeinschaften für straffällig gewordene Unmündige aus, in denen es für eine gewisse Zeit möglich ist, diese Kinder anzuhalten.In einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ sagte sie, ihr Ressort arbeite an einer gesetzlichen Grundlage, die sie „möglichst im Herbst“ vorstellen wolle. Einer Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters erteilte sie eine Absage.„Ich meine, dass das Strafmündigkeitsalter bei 14 Jahren bleiben soll. Wenn unmündige Minderjährige Straftaten begehen, muss der Staat aber sehr konsequent reagieren“, betonte Sporrer. Gegebenenfalls müsse man sie in die Obhut des Staates nehmen, „weil offenkundig ganz viel schiefgelaufen ist“.Die Gesetzesvorlage soll nach den Worten der Justizministerin „Möglichkeiten schaffen, die Obsorge an den Staat zu ziehen und diese Kinder in kleinen sozialpädagogischen Wohngemeinschaften mit einem engen Betreuungsschlüssel unterzubringen“. Justizanstalten seien kein passender Ort für Kinder. „Kinder gehören erzogen und nicht eingesperrt.“