Ärztekammer warnt vor Engpass bei Militärärzten

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14.07.2026 12.14Online seit heute, 12.14 UhrDem Bundesheer fehlt es an Militärärztinnen und Militärärzten. Aktuell sind 170 aktiv, für das „Projekt 2032+“ braucht es aber deutlich mehr. Das sagten der Präsident der Ärztekammer, Johannes Steinhart, und Heeressanitätschefin Sylvia Sperandio heute bei einer Pressekonferenz.Außerdem stehe eine Pensionierungswelle bevor, und die komplexe Sicherheitslage mache die Gesamtsituation noch heikler. Neue Förderungen durch einen Sondervertrag sollen schon jetzt den Beruf attraktiver machen.Gemäß „Projekt 2032+“ sollen beispielsweise mobile notfallchirurgische Einrichtungen bereitstehen, die in Verbindung mit Krankenhäusern und auch selbstständig operieren. Auch in Friedenszeiten hätten die Milizärztinnen und Milizärzte bedeutende Aufgaben, sei es in der Katastrophenhilfe, sei es bei der Versorgung der Präsenzdiener.Um Nachwuchs zu fördern, versucht das Bundesheer mittels Werbeoffensiven, Grundwehrdiener zu engagieren und auf das Medizinstudium vorzubereiten. Pro Jahr würden so etwa zehn Personen an die Universitäten gebracht. Diese Zahl decke sich in etwa mit den aktuellen Abgängen. Um in Zukunft mehr Zuwachs zu bekommen, müssten laut Steinhart die rechtlichen Rahmenbedingungen noch klarer definiert werden.