AliExpress: EU-Kommission verhängt 550 Millionen Euro Strafe

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Die Europäische Kommission hat gegen AliExpress eine Geldbuße von 550 Millionen Euro verhängt. Nach Auffassung der Behörde hat der Online-Marktplatz gegen Vorgaben des Gesetzes über digitale Dienste verstoßen. Das Unternehmen habe Risiken durch illegale, unsichere und gefälschte Waren weder sorgfältig genug untersucht noch wirksam begrenzt.Die Untersuchung begann im März 2024. Im Juni 2025 akzeptierte die Kommission mehrere Zusagen von AliExpress, die unter anderem das Melden rechtswidriger Angebote sowie die Transparenz von Werbung und Produktempfehlungen betrafen. Nicht ausgeräumt wurden jedoch die Vorwürfe zum grundsätzlichen Umgang mit rechtswidrigen Waren.Illegale Produkte blieben wochenlang verfügbarNach den Feststellungen der Kommission schätzte AliExpress die Leistungsfähigkeit seiner Kontrollen zu positiv ein. Die Zahl der Beschäftigten, die verdächtige Angebote prüfen, habe in keinem angemessenen Verhältnis zum Arbeitsaufkommen gestanden. Zugleich fehlten aussagekräftige Kennzahlen, mit denen sich die Wirkung der Moderation zuverlässig überprüfen ließ.Billige iPhone-Pocket-Kopien und neues Werbevideo für das iPhone ProTests der Behörde ergaben demnach, dass zahlreiche unzulässige Produkte weiterhin angeboten, beworben oder durch das Empfehlungssystem vorgeschlagen wurden. Dazu gehörten Fälschungen, unsicheres Spielzeug und gefährliche Kosmetikartikel. Selbst erkannte Angebote seien teilweise erst nach mehreren Wochen entfernt worden.Auch die Sanktionen gegen Händler griffen laut Kommission nicht zuverlässig. Shops konnten trotz Verstößen aktiv bleiben. Einige Anbieter ordneten Waren absichtlich falschen Kategorien zu und umgingen dadurch strengere Prüfanforderungen. Das Kontrollsystem für Markenfreigaben erwies sich ebenfalls als unzureichend, sodass gefälschte Produkte zunächst veröffentlicht werden konnten.AliExpress muss bis Oktober liefernBei der Höhe der Strafe berücksichtigte die Kommission die Schwere und Dauer der Verstöße sowie die Zahl der betroffenen Nutzer in der Europäischen Union. Zugunsten des Unternehmens floss ein, dass das Gesetz über digitale Dienste noch vergleichsweise neu ist. Die beanstandeten Verstöße dauerten mindestens bis zu den vorläufigen Feststellungen im Juni 2025 an.AliExpress muss nun bis zum 20. Oktober 2026 einen Maßnahmenplan vorlegen. Hält sich die Plattform nicht an die Entscheidung, können weitere regelmäßige Zwangszahlungen folgen.Die Strafe ist Teil einer breiteren Durchsetzung europäischer Plattformregeln. Parallel befasst sich die Kommission unter anderem mit dem Zugang konkurrierender KI-Dienste zu großen Betriebssystemen. Zuletzt verpflichtete sie Google, Android für alternative Assistenten weiter zu öffnen.AliExpress Shopping App (Kostenlos, App Store) →The post AliExpress: EU-Kommission verhängt 550 Millionen Euro Strafe first appeared on iphone-ticker.de.