Ex-FPÖ-Mitarbeiter Schimanek bei FPÖ-Bildungsinstitut tätig

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15.07.2026 14.50Online seit heute, 14.50 UhrDer ehemalige FPÖ-Stadtrat von Langenlois (Niederösterreich) und Ex-Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ), Rene Schimanek, ist nun beim Freiheitlichen Bildungsinstitut (FBI) tätig.Schimanek war 2025 als Büroleiter ausgeschieden, 2026 wurde er wegen NS-Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt. Laut „Standard“ soll Schimanek schon vergangenes Jahr im FBI angedockt haben. Scharfe Kritik kam von ÖVP, SPÖ und Grünen.Der Geschäftsführer des FBI, Fritz Simhandl, bestätigte laut „Standard“ auf Anfrage diese Information: „Rene Schimanek ist Mitarbeiter des Freiheitlichen Bildungsinstituts und hat sich als solcher keinerlei Fehlverhalten geleistet. Auch die Verurteilung aufgrund der Parte seines verstorbenen Vaters hat nichts mit seinem Dienstverhältnis zum FBI zu tun.“ In der FPÖ verwies man auf APA-Anfrage auf die im „Standard“ zitierte Aussage Simhandls.Urteil gegen Schimanek mittlerweile rechtskräftigSchimanek war Mitte März dieses Jahres am Landesgericht Krems zu einem Jahr bedingt verurteilt worden. Die Anklage stand in Zusammenhang mit der Todesanzeige für seinen Vater Hans-Jörg Schimanek senior, auf der das in rechtsextremen Kreisen verbreitete Zitat „… und ewig lebt der Toten Tatenruhm“ und das „Irminsul“-Symbol zu sehen war.Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig. Bei einem Rahmen von einem bis zehn Jahren Haft erhielt Schimanek die Mindeststrafe, die bedingt nachgesehen wurde. Schimanek sagte, er habe die Parte „im Auftrag“ seines Vaters erstellt, der Verstorbene habe damit „in keinster Weise“ eine Verbindung zur NS-Zeit hergestellt.Kritik von ÖVP, SPÖ und GrünenScharfe Kritik kam von ÖVP und SPÖ. ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl kritisierte das „dröhnende Schweigen“ und die „fehlende Distanzierung der FPÖ zum rechtsextremen Milieu“.„Dass nun bekanntwurde, dass jener Mann, der eine Kunstinstallation gegen Antisemitismus zerstört und an sich genommen haben soll, ein Mitarbeiter des FPÖ-Parlamentsklubs ist, verschärft dieses alarmierende Gesamtbild zusätzlich“, so Gerstl.SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim kritisierte, dass die FPÖ „nach zahlreichen rechtsextremen Skandalen in ihren Reihen noch immer keinen Trennstrich zum rechten Rand“ ziehe. Dass die FPÖ ihre Verbindungen zum Rechtsextremismus aufrechterhält, zeige auch der Fall Schimanek.„Statt Schimanek nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung ein für alle Mal vor die Tür zu setzen, behält der ehemalige Büroleiter von Rosenkranz seinen Versorgungsjob in der FPÖ-Parteiakademie.“Vom grünen Rechtsextremismussprecher Lukas Hammer hieß es, es dränge sich der Eindruck auf, dass nationalsozialistische Wiederbetätigung „kein Hindernis, sondern ein Bonus für diesen Job“ sei. „Falls sich bestätigt, dass Rene Schimanek nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung nun beim Freiheitlichen Bildungsinstitut beschäftigt ist, wäre das ein politischer Skandal ersten Ranges.“