S&P entzieht Commerzbank positiven Ratingausblick

Wait 5 sec.

15.07.2026 18.58Online seit heute, 18.58 UhrDie Commerzbank muss angesichts der drohenden Übernahme durch die italienische UniCredit ihre Hoffnungen auf eine bessere Bonitätsbewertung vorerst begraben. Die weltgrößte Ratingagentur S&P senkte den Ratingausblick für die Commerzbank mit Verweis auf eine baldige Integration in den UniCredit-Konzern heute auf „stabil“ von „positiv“, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.Bisher wird die Commerzbank als Emittent von Schuldpapieren mit „A“ bewertet, der sechstbesten Ratingnote auf der S&P-Skala, UniCredit liegt mit „A-“ und einem weiterhin positiven Ausblick eine Stufe darunter.S&P geht davon aus, dass die Commerzbank innerhalb von zwei Jahren Teil der UniCredit-Gruppe wird, die sich bereits mehr als 47 Prozent der Anteile an dem Frankfurter Geldhaus gesichert hat. Damit verlöre die Commerzbank ihre eigenständigen Risikopuffer. Bei einer Integration in UniCredit drohe der Commerzbank sogar eine Herabstufung – wenn sich nicht gleichzeitig die Bonitätsnote von UniCredit verbessere.S&P macht den Italienern aber gleichzeitig Hoffnung auf eine bessere Note für den Fall, dass UniCredit die Commerzbank übernimmt. Dann könnte die Bank zwei Stufen besser bewertet werden als Italien, das bei „BBB+“ liegt.