Debatte über Kosten und Verfügbarkeit von Medikamenten

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16.07.2026 12.18Online seit heute, 12.18 UhrIn der Diskussion über die hohen Kosten für die Heilmittelversorgung hat heute auch Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) Stellung genommen.Gegenüber dem ORF-Morgenjournal verwies sie auf geplante Maßnahmen wie den verstärkten Einsatz von Generika und eine zentrale Beschaffung für hochpreisige Arzneimittel. Die Gesundheitsministerin will aber auch die Pharmaindustrie in die Pflicht nehmen.Die Kosten der Sozialversicherung für die Heilmittelversorgung lagen 2025 laut dem Heilmittelreport des Dachverbands der Sozialversicherungsträger bei 4,9 Milliarden. Im Vergleich zu 2024 sind die Kosten um 7,5 Prozent gestiegen, gegenüber 2013 sogar um 88,2 Prozent. Neben Politik und Sozialversicherung seien Schumann zufolge auch die Pharmaunternehmen gefordert, „faire und nachhaltige Preise“ sicherzustellen.FPÖ sieht „Scheindebatte“Als „wenig zielführende Scheindebatte“ kritisierte FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak die Kritik an den Medikamentenpreisen. Diese gehe am Kern des Problems vorbei und lenke „von den tatsächlichen strukturellen Herausforderungen im österreichischen Gesundheitssystem ab“. Anstatt die „enormen“ Verwaltungskosten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)) oder die stetig steigende Belastung des Systems anzugehen, „wird ein externer Sündenbock präsentiert“, so Kaniak. Das schade auch dem Wirtschaftsstandort.Thema EngpässeBei den Versorgungsengpässen, mit denen Österreich in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte, ortete der Report eine Entspannung: In vier von fünf Fällen, in denen ein Medikament nicht verfügbar ist, kann inzwischen auf einen wirkstoffgleichen Ersatz zurückgegriffen werden. In den verbleibenden Fällen stünden gleichwertige Präparate oder andere Packungsgrößen zur Verfügung.Der Verband der Österreichischen Arzneimittelvollgroßhändler (PHAGO) warnte hier vor einer Verharmlosung der Realität: Bei rund 1.220 Arzneimitteln, das entspricht 11,4 Prozent des Gesamtmarktes, bestünden Probleme beim Nachschub. Betroffen seien unter anderem Augentropfen, Antidiabetika sowie Medikamente gegen Blut- und Hauterkrankungen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.