Kommission prüft Mindestalter für Social Media

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13.07.2026 10.38Online seit heute, 10.38 UhrEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat heute in Brüssel zusammen mit Expertinnen und Experten einen Bericht mit Empfehlungen zur geplanten Einführung eines Mindestalters für soziale Netzwerke präsentiert.„Wir werden uns den Bericht sehr genau ansehen und nach dem Sommer einen Vorschlag vorlegen“, kündigte von der Leyen an. Das Expertengremium sprach sich für ein Verbot für Kinder unter 13 Jahren aus.„Es muss ein Mindestalter geben, ab dem sich Kinder auf Social Media anmelden können“, sagte von der Leyen. In Österreich plant die Bundesregierung konkret ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Mehrere EU-Länder planen ähnliche Verbote.Suche nach KinderschutzDas Panel habe eine der größten Herausforderungen für die Regierungen geprüft: wie man Kinder schützen kann und welche Normen und Regeln dafür geeignet wären, so von der Leyen. Es liege auch an den Eltern, Kinder zu schützen und zu entscheiden, wann diese ihr erstes Smartphone erhalten.„Der Status quo, in dem wir es den großen Tech-Unternehmen erlauben, uneingeschränkten Zugang zu unseren Kindern erlauben“, führe zu Schäden, betonte die Kommissionspräsidentin.Zuständigkeit in BrüsselNeben Österreich planen zahlreiche EU-Länder eine nationale Altersgrenze für Instagram, TikTok und YouTube. Die Kommission hat bisher immer betont, dass die Durchsetzung zusätzlicher Verpflichtungen für Onlineplattformen in die Zuständigkeit Brüssels falle.Laut dem EU-Gesetz für digitale Dienste, dem DSA, müssen Minderjährige und ihre Sicherheit, ihre Privatsphäre und ihre privaten Daten online bereits besonders geschützt werden.Der DSA ist seit zwei Jahren in Kraft und soll Onlineunternehmen dazu zwingen, stärker gegen illegale und hetzerische Inhalte im Internet vorzugehen. Für von der EU-Kommission als besonders große Onlineplattformen bezeichnete Unternehmen gelten zudem noch strengere Auflagen, etwa für Google, Facebook, TikTok, Instagram und X.