D: Hinweise auf extremistisches Motiv nach Gewalt an Schule

Wait 5 sec.

14.07.2026 13.34Online seit heute, 13.34 UhrNach der Messerattacke an einem Gymnasium im deutschen Schongau gibt es Hinweise auf ein extremistisches Motiv: Die Ermittlungen gegen den 16 Jahre alten Verdächtigen unter anderem wegen versuchten Mordes habe deshalb die bayrische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übernommen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München heute mit.Nach der Messerattacke an dem Gymnasium hatten Ermittler ein Schreiben geprüft, das von dem mutmaßlichen Täter stammen könnte. Das Schreiben, das der dpa vorliegt, ist von Beschimpfungen mehrerer Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen durchsetzt, beleidigt werden aber auch Menschen aus dem Umfeld des Verfassers, darunter Mitschüler und Lehrkräfte.Der 16 Jahre alter Ex-Schüler sitzt unter Tatverdacht in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Er soll am Mittwoch zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer auf dem Schulgelände schwer verletzt haben. Der 16-Jährige war von Lehrkräften und Polizeibeamten überwältigt worden.Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass gegen den 16-jährigen Kroaten wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 ermittelt wurde, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll.Nach der Tat wurden das Messer, eine Pistole und Munition sichergestellt. Die Schusswaffe wurde laut dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert habe. Er habe Polizeibeamte nach seiner Festnahme selbst darauf hingewiesen.