15.07.2026 07.20Online seit heute, 7.20 UhrNach einer längeren Flaute blicken Österreichs Unternehmen optimistischer in die Zukunft. Dem aktuellen WKÖ-Wirtschaftsbarometer zufolge verbesserten sich die Aussichten bei Auftragslage, Umsatz, Kapazitätsauslastung und Beschäftigung.Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Investitionsbereitschaft der heimischen Betriebe verhalten, wie die Befragung von über 4.300 Unternehmen im Mai/Juni 2026 zeigt. Besonders kleinere Firmen äußerten sich zurückhaltend.Trendwende laut UmfrageIm Vergleich zu vergangenen Erhebungen zeichnet sich laut WKÖ in mehreren Bereichen eine Trendwende ab. Demnach rechne jedes fünfte Unternehmen mit einer besseren Auftragslage in den kommenden zwölf Monaten – der höchste Wert seit der Winterbefragung 2021.Auch die Umsätze würden sich positiv entwickeln: Mehr als ein Drittel der Unternehmen prognostizieren steigende Umsätze, 21 Prozent erwarten einen Rückgang. Die Kapazitätsauslastung dreht ebenfalls ins Plus. Zudem plant ein Fünftel der befragten Unternehmen, zusätzliche Beschäftigte einzustellen.Handel und Gewerbe zuversichtlich, Bauwirtschaft verhaltenUnterschiede zeigen sich zwischen den Branchen: Im verarbeitenden Gewerbe verbesserten sich die Erwartungen zur Auftragslage deutlich. Auch Handel und Dienstleistungssektor zeigen positive Entwicklungen, vor allem bei Beschäftigung und Investitionen. Die Bauwirtschaft hingegen bleibt von der Trendwende unberührt und weist in allen Bereichen negative Erwartungssalden auf.Keine Trendwende gibt es bei den Investitionen. „Rund 23 Prozent der Betriebe planen eine Ausweitung ihres Investitionsvolumens, mehr als ein Drittel rechnet hingegen mit einem Rückgang“, heißt es in der Aussendung. Vor allem bestehende Betriebsmittel sollen ersetzt werden. Knapp ein Viertel plant in den kommenden zwölf Monaten „überhaupt keine Investitionen“.