16.07.2026 06.58Online seit heute, 6.58 UhrFinanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) will auch die dritte Säule des Pensionssystems – also die private Vorsorge – stärken. Nach Reformen bei der gesetzlichen Pension und der Betriebspension (erste und zweite Säule) wären Steuerbegünstigungen bei der privaten Vorsorge „der nächste logische Schritt“, so Eibinger-Miedl in einem APA-Interview, das heute publiziert wurde.In Bezug auf die private Altersvorsorge gebe es innerhalb der Regierungskoalition unterschiedliche Zugänge der Parteien, räumte sie ein. Sie werde sich aber für eine Attraktivierung in dieser Legislaturperiode einsetzen, etwa in Form von Steuerbegünstigungen, einer Behaltefrist oder ähnlichem.Eibinger-Miedl verwies auch auf die Nachbarländer Slowenien, Deutschland, Ungarn und Tschechien, wo es solche Begünstigungen bereits gebe.Insgesamt gab sich die ÖVP-Staatssekretärin weiter zuversichtlich, dass das vorgelegte Doppelbudget entgegen der meisten Einschätzungen von Fachleuten reichen wird, um das Defizitziel von drei Prozent im Jahr 2028 zu erreichen. „Wir werden einen strengen Vollzug haben“, betonte Eibinger-Miedl.Die neuerlichen Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Ex-Kanzler Sebastian Kurz in die Politik wollte Eibinger-Miedl nicht kommentieren. „Weil ich auch keinerlei Aussagen von ihm kenne, erstens, dass er eine Rückkehr anstrebt und zweitens, wir einen hervorragenden Bundesparteiobmann haben“, so die Staatssekretärin.