Asbest: Ungarns ordnet Beseitigung von Schotter an

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16.07.2026 20.59Online seit heute, 20.59 UhrDie ungarische Regierung von Premier Peter Magyar hat aufgrund der Asbestbelastung die Entfernung von Schotterbelägen im Stadtviertel Oladi-Plato in der westungarischen Stadt Szombathely angeordnet, wie heute auf der Regierungspressekonferenz bekanntgegeben wurde. Magyar kündigte in der Angelegenheit eine neue Abstimmung mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) an, da die gemeinsame Arbeitsgruppe bisher nicht weit gekommen sei.Betroffen vom Asbestskandal sind in Szombathely 22 Straßen mit einer Streckenlänge von zwölf Kilometern, in deren Einzugsbereich 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner leben. Entfernt werden müssen laut Berechnungen 84.000 Tonnen asbesthaltiger Schotter, wobei die Gesamtkosten bei netto 3,6 Milliarden Forint (10,01 Mio. Euro) liegen sollen.Laut Magyar werden die Arbeiten in spätestens ein bis zwei Wochen beginnen, die abgedeckt durchgeführt werden sollen. Der Premier betonte erneut das Prinzip, dass der Verursacher der Asbestverschmutzung die Verantwortung und damit die Kosten trage.In diesem Zusammenhang erwähnte er die burgenländischen Steinbrüche ebenso wie das Burgenland und die Republik Österreich. Es würden jeder Arbeitsvorgang, alle Kosten dokumentiert, die der ungarische Staat zunächst vorfinanziert.Seit Ausbruch des Asbestskandals im Frühjahr 2026 wächst die Angst in der Bevölkerung vor Spätfolgen. Mehr als 250 Gemeinden sollen in Ungarn betroffen sein. Alles begann in Szombathely, wo mit Asbest kontaminierter Schotter aus burgenländischen Steinbrüchen zum Straßenbau verwendet wurde. Vier betroffene Steinbrüche waren im Jänner im Burgenland aufgrund der Asbestbelastung behördlich geschlossen worden.