16.07.2026 22.28Online seit heute, 22.28 UhrNigeria hat fast 1.500 seiner Bürgerinnen und Bürger aus Südafrika nach einer Reihe fremdenfeindlicher Angriffe außer Landes gebracht. Insgesamt seien 1.490 Menschen auf eigenen Wunsch ausgeflogen worden, teilte das nigerianische Außenministerium heute mit.Der letzte von fünf Evakuierungsflügen mit 305 Rückkehrerinnen und Rückkehrern sei gestern in Lagos gelandet. Trotz enger bilateraler Beziehungen zu Südafrika sei die Haltung Nigerias klar, sagte ein Sprecher. Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gegen seine Bürger seien inakzeptabel.Hintergrund sind wiederholte gewaltsame Übergriffe auf Ausländerinnen und Ausländer in Südafrika. Nigeria hatte den Tod von zwei seiner Staatsbürger beklagt, von denen einer bei einem Polizeiverhör ums Leben gekommen sein soll. Die Regierung in Abuja drohte daraufhin mit nicht näher bezeichneten Maßnahmen, sollten die Angriffe anhalten.In den vergangenen Monaten hatten selbsternannte Ordnungshüter immer wieder ausländische Staatsangehörige angegriffen und deren Geschäfte geplündert. Viele Südafrikaner machen Einwanderer für Probleme wie Kriminalität und Arbeitslosigkeit verantwortlich. Auch andere afrikanische Staaten wie Mosambik und Ghana meldeten, dass eigene Staatsangehörige bei den Unruhen getötet wurden.